Kaiserslautern Besuch mit dem Henkelpott
Reiner Engbarth, Heinz Pörtner und Thomas Frey vom SV Morlautern zu Gast
Womöglich wird der SV Morlautern sein Spiel in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth doch im Fritz-Walter-Stadion austragen und nicht nach Pirmasens in den Sportpark Husterhöhe auswandern. Für heute kündigte der Vorsitzende des SV Morlautern, Reiner Engbarth, Gespräche mit der Fritz-Walter-Stadiongesellschaft und dem 1. FC Kaiserslautern darüber an. Ursprünglich wollte der SVM ja das Pokalspiel gegen einen weniger attraktiven Gegner in Pirmasens austragen. Und der Zweitligist Greuther Fürth gehörte nun wahrlich nicht zu den Wunschgegnern des Fußball-Oberligaklubs Morlautern. Doch nach der ersten Enttäuschung über das „Lospech“ sieht man die Dinge beim SVM nun anders. „Wir wollen unbedingt in Kaiserslautern spielen“, sagt der zweite Vorsitzende des SVM, Heinz Pörtner. Die Spieler hätten sich das gewünscht. „Sie wollen auf dem Betzenberg gegen die SpVgg antreten.“ Auch den Gegner schätzt man in Morlautern nun anders ein. „Wir treffen auf eine Traditionsmannschaft, die zu den 36 besten Teams Deutschlands gehört“, betont Pörtner. Natürlich hätte der SVM mit dem FC Bayern München das große Los gezogen und das Fritz-Walter-Stadion gefüllt. Doch dieser Traum ist ausgeträumt. Nun hofft man auf „3500 Zuschauer“ gegen die Franken. „Vielleicht kommen ja auch mehr“, sagt Pörtner. Obgleich der Pokal in all seiner Pracht fest und real auf dem Tisch steht, erklären die drei Morlauterer unisono: Sie könnten es noch immer nicht recht glauben, dass der Henkelpott, der kein Wanderpokal ist, nun dem SVM gehört. „Wir waren im Endspiel gegen Wormatia Worms der krasse Außenseiter und sind als Sieger nach Morlautern zurückgekehrt“, erklärt Pörtner mit mächtig viel Stolz in der Stimme. Nach dem Triumph war dann das große Feiern angesagt. Vier Tage und Nächte sei der Pokal auf der langen Tour durch die Kaiserslauterer Lokale in der Stadt unterwegs gewesen, erzählt Thomas Frey, der Fußball-Abteilungsleiter des SVM. „Zeitweise wussten wir gar nicht mehr, wo sich der Pokal befindet.“ Doch die Zeit des Feierns ist nun vorbei, und der Pott hat einen festen Platz in der Vereinsgaststätte des SVM gefunden. Der Pokalgewinn habe dem Klub viele Sympathien beschert und auch eine Menge Glückwünsche, berichtet Reiner Engbarth. So habe schon einen Tag nach dem Sieg in Pirmasens die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, dem Pokalsieger ihre Glückwünsche übermittelt. Auch der 1. FC Kaiserslautern habe − später zwar − gratuliert. Ein unvergessliches Erlebnis sei auch die Auslosung gewesen, die im Fußballmuseum in Dortmund über die Bühne ging, schwärmt Reiner Engbarth. Mit dabei waren damals auch Heinz Pörtner, Thomas Frey und der Morlauterer Trainer Karl-Heinz Halter, zurzeit noch in Urlaub. In den nächsten Tagen erwartet die RHEINPFALZ den Erfolgstrainer in der Sommerredaktion, der bestimmt viel zu erzählen und sicherlich schon einen Plan geschmiedet hat, wie seine Mannschaft die SpVgg Greuther Fürth aus dem Pokal wirft. LOKALSEITEN 4, 5