Kaiserslautern
Benny Früh gehört nun zu den Fußball-A-Lizenz-Trainern
Aber nicht nur in der höchsten Amateurklasse der Männer kann der A-Lizenz-Trainer Früh hauptverantwortlich tätig sein, er kann auch A- und B-Junioren sowie Frauen bis inclusive Bundesliga coachen. Dieser sich ihm nun eröffnende weite Tätigkeitsbereich zeigt, welch hohe Stufe im Trainer-Ausbildungssystem des Deutschen Fußball-Bundes Benny Früh erreicht hat. Bis es so weit war und er den A-Schein in der Tasche hatte, musste er an der Sportschule sein fußballerisches Können und auch seine theoretischen Kenntnisse in Sachen Fußball beweisen, was ihm auch gelang. So schloss er Mitte September in einer dreitägigen Prüfung den Lehrgang erfolgreich ab. Dabei musste er auch eine Lehrprobe ausarbeiten und diese dann in einer Trainingseinheit mit einer Mannschaft vor seinen strengen Prüfern demonstrieren.
Erfahrung ist das A und O
Vor allem in puncto „Spielanalyse“ habe ihm die Zeit in Hennef eine Menge gebracht, sagt Früh, der sich der Bedeutung der Trainingstheorie durchaus bewusst ist, der aber in der praktischen Erfahrung „das A und O“ für jeden Trainer sieht. Davon besaß er eine ganze Menge, als er sich im Oktober des vergangenen Jahres zum A-Lizenz-Lehrgang anmeldete. Gab er doch im Jahr 2014 sein Debüt als Spielertrainer beim VfB Reichenbach. „Das war das Beste, was mir damals passieren konnte“, sagt Früh, der die Reichenbacher Mannschaft in der Bezirksliga übernahm und mit ihr wenige Jahre später in die Landesliga aufstieg. Für den jungen Spielercoach und den Verein war es eine intensive und erfolgreiche Zeit, die dann aber in der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison 2019/20 zu Ende ging. Vom VfB zu gehen, sei ihm schwergefallen, sagt Früh, der dann einen neuen Verein fand und beim Bezirksligisten SG Knopp/Wiesbach als Trainer einstieg. Aber nach den ihn prägenden Reichenbacher Jahren wollte Benny Früh nicht einfach im gewohnten Trott weitermachen. „Mir war klar, dass ich einen neuen Schritt machen musste“, sagt Früh, der sich als Coach weiterentwickeln wollte. Und Hennef bot ihm diese Chance, die er dann auch konsequent nutzte.
Denken wie ein Trainer
Der Gedanke, Trainer zu werden, sei ihm bereits als jungem Spieler gekommen, erzählt Früh. Schon da habe er sich darin geübt, „wie ein Trainer zu denken“. Zudem habe er auch gute Lehrmeister gehabt. Zu diesen zählt er Matthias Hamann, unter dem der damals blutjunge Benny Früh in der Saison 2004/05 beim Verbandsligisten TuS Hohenecken spielte. Der Ex-Profi und Bruder des Nationalspielers Dietmar „Didi“ Hamann stellte die bis dahin noch old fashioned mit Libero und Manndecker verteidigende TuS-Abwehr auf die moderne Viererkette um. Eine für den linken Außenverteidiger Benny Früh überaus lehrreiche Zeit. Nach seinem Wechsel zu dem damals in der Oberliga spielenden SVN Zweibrücken geriet der gebürtige Stelzenberger unter Peter Rubecks Fittiche, der damals zu den besten Trainern im Südwesten gehörte. Nur für kurze Zeit zählte auch Karl-Heinz Halter zu seinen Trainern. Das war in der Saison 2012/13, als Früh für den SV Morlautern spielte. Sein Gastspiel beim SVM währte aber nur ein Jahr. Danach schloss er sich Borussia Neunkirchen an, auch nur eine Runde. Mit dem dann folgenden Wechsel zum VfB Reichenbach begann für ihn als Spielertrainer ein neues Kapitel in seinem Fußballerleben. Rückblickend sagt Früh, dass er sich von seinen Trainern viel abgeschaut habe, dass er aber als Coach seinen „eigenen Weg“ gehe.
Verbandsliga als Ziel
Über seinen nächsten Schritt als Trainer, ausgestattet mit der A-Lizenz, hat Benny Früh schon einige Überlegungen angestellt. So peilt er ein Engagement in der Verbandsliga an. Wann er dieses Ziel erreichen wird, ist aber ungewiss. Hängt es doch nicht allein von seinem Ehrgeiz und seiner Zielstrebigkeit ab, sondern auch davon, wie es in diesen Corona-Zeiten überhaupt mit dem Fußball weitergeht.