Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Benjamin Scheder wechselt an die Lutrina-Klinik

Beschäftigt sich mit der konservativen und operativen Therapie von Schulterbeschwerden: Benjamin Scheder.
Beschäftigt sich mit der konservativen und operativen Therapie von Schulterbeschwerden: Benjamin Scheder.

Benjamin Scheder, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, zieht es von Kirchheimbolanden nach Kaiserslautern. Am Mittwoch tritt er seine neue Stelle in der Lutrina-Klinik an. Mit seinen Erfahrungen bei der Behandlung von Schulterbeschwerden erweitert er das Spektrum der Klinik.

Für Scheder ist Kaiserslautern ein bekanntes Pflaster. Aufgewachsen in Stelzenberg und dort auch seit einigen Jahren wieder wohnhaft, legte er das Abitur am Hohenstaufen-Gymnasium ab, ehe er für sein Medizinstudium nach München an die Ludwig-Maximilian-Universität und Technische Universität ging. Nach Stationen in Karlsbad-Langensteinbach und Würzburg zog es ihn bereits zurück in die Heimat – ans Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern. Seit 2016 war er am Standort Kirchheimbolanden als Oberarzt tätig. „Wir haben dort etwa 500 bis 600 Schulterarthroskopien pro Jahr gemacht, das ist auch im bundesdeutschen Vergleich relativ viel“, berichtet er. „Schulterprobleme nehmen immer mehr zu und es gibt gerade ab dem 40., 50. Lebensjahr viele Patienten mit degenerativen Veränderungen.“

Die Erfahrungen in der Therapie von traumatischen wie degenerativen Schultererkrankungen will er an der Lutrina-Klinik miteinbringen. Der 37-Jährige möchte dazu beitragen ein „Kompetenzzentrum in der Westpfalz mit verschiedenen Spezialisierungen“ aufzubauen. Viele Patienten legten mittlerweile Wert darauf, sich für ihre Erkrankungen Spezialisten zu suchen, erzählt der Vater von drei Töchtern.

„Mir ist es wichtig, den Patienten zu sagen, dass nicht jedes Schulterproblem operativ gelöst werden muss. Eine gute Diagnostik ist wichtig, dafür braucht es aber auch Zeit und Geduld.“ Grundsätzlich müsse zwischen funktionellen und strukturellen Schäden unterschieden werden, erklärt Scheder. Unter die Rubrik funktioneller Schäden fallen zum Beispiel Muskelverkürzungen oder Fehlhaltungen durch eine einseitige berufliche oder sportliche Belastung. Hier könnten nicht-operative Therapieansätze viel bewegen. Sind dagegen Gewebestrukturen geschädigt, empfiehlt er eine schnelle Abklärung und gegebenenfalls eine Operation.

Scheder war über viele Jahre als Mannschaftsarzt der 1. FCK Rolling Devils (Rollstuhlbasketball) sowie der 1. Herrenmannschaft des TUS Dansenberg ehrenamtlich engagiert. Durch nationale und internationale Fortbildungen ist er als Hauptoperateur für Knie- und Hüftendoprothesen sowie zum Schulter- und Ellenbogenchirurg zertifiziert.

x