Kaiserslautern Beim Schmücken die Adventszeit begrüßt

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Warum „nur“ einen Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken, wenn man rund um den Arbeitseinsatz auch ein Fest machen kann? In Erlenbach haben sich die Feuerwehr, der Ökumenische Frauenkreis, der Männergesangverein und die Stadtteilbücherei zusammengetan, um den ersten Advent mit einer Feier willkommen zu heißen.

Plaudernd stehen Feuerwehrleute an einem kleinen Stehtisch direkt neben dem Verkaufsstand mit Würstchen, Glühwein und Kinderpunsch. Ihr Arbeitseinsatz fand am Morgen statt, jetzt, am Nachmittag, kommt der gemütliche Teil des Tages. „Wir sind seit 10 Uhr da“, erzählt Thomas Heinrich. Während sich einige der etwa 15 Helfer um die Organisation kümmerten, holten andere den Weihnachtsbaum und schmückten ihn. Nun erinnert der Baum die Besucher daran, dass die Adventszeit beginnt. „Wir sind total begeistert und überwältigt von dem Zuspruch der Leute“, sagt Wehrführer Hans Otto Krause. Es ist das erste Mal, dass das Aufstellen des Weihnachtsbaumes in ein gemeinsames Fest eingebettet ist. Und die Idee kommt an. Der Platz rund um den Strahleselbrunnen ist voller fröhlicher Menschen, die in Unterhaltungen vertieft sind; Kinder hüpfen herum, und wer Freude an selbstgemachten Kerzen, Socken, Schals, Gebäck oder Marmelade hat, wird gleich fündig, denn der Frauenkreis bietet seine Werke an. Einmal im Monat treffen sich die Frauen, heute stehen Tokgöz Hasibe und Käthe Eimer am Verkaufsstand. Der Erlös der Aktion ist für kleinere Reparaturen im Bürgerhaus bestimmt. Und dort gibt es gerade Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Die 84-jährige Anni Klein freut sich darüber, viele Bekannte zu treffen. In Weihnachtsstimmung ist sie aber noch nicht: „Wir haben ja keinen Schnee, und dass in den Geschäften schon so lange Weihnachten ist, ist wirklich nicht das Richtige“, findet sie. Auch Achim Hoffmann ist wegen der netten Gesellschaft gekommen. Er war lange krank und macht vorsichtig die ersten Schritte Richtung Genesung, wie er sagt. Silke Barth trägt ihren Kaffee noch mit sich herum. Sie schaut sich auf dem Bücherbasar der Stadtteilbibliothek um: „Ich gehe immer sehr gerne auf Veranstaltungen, die im Ort stattfinden“, sagt sie. „Ich finde, so was sollte man unterstützen.“ Vor dem Eingang der Stadtteilbibliothek warten zahlreiche Bücher auf neue Besitzer. Der Preis ist unschlagbar günstig, vierzig Cent pro Stück. Wer sich nicht entscheiden kann oder möchte, kann mit gutem Gewissen zuschlagen, denn für drei Titel ist nur ein Euro fällig. Die Bücher sind in Top-Zustand, kein Wunder, dass reges Interesse herrscht. Familie Gerts ist mit der sechsjährigen Johanna und ihrem achtjährigen Bruder Elias gekommen. Sie alle haben ein gemeinsames Hobby – das Lesen. Selbst Johanna ist bereits infiziert, dabei kennt sie noch nicht mal alle Buchstaben. Mit ihrer Schulklasse kommt sie einmal im Monat hierher, doch geliehene Lektüre muss man wieder zurückgeben, jetzt möchte sie ein Buch kaufen. Auch ihre Mutter freut sich, hat sie doch genau den Band der „Harry Potter“- Serie gefunden, der ihr noch gefehlt hat. |olk

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