Kaiserslautern Beigeordneter startet Investorensuche

Die „Husarenstube“ war einst ein beliebtes Speiselokal in der Theo-Barth-Halle in Erlenbach.
Die »Husarenstube« war einst ein beliebtes Speiselokal in der Theo-Barth-Halle in Erlenbach.

Die Stadt will sich auf die Suche nach einem Investor für die Gaststätte in der Theo-Barth-Halle in Erlenbach begeben. Das hat gestern der städtische Beigeordnete Peter Kiefer (FWG) nach einem Gespräch mit dem zuständigen Referat Gebäudewirtschaft angekündigt.

Dahinter steht die Vorstellung, einen Investor zu finden, der die Gaststätte in der mittlerweile sanierten Theo-Barth-Halle ausbaut und anschließend die Gastronomie verpachtet oder selbst betreibt. Kiefer erklärte, eine entsprechende Ausschreibung solle im Amtsblatt der Stadt und im Internet erfolgen. Eine solche Lösung würde nach den Worten des Beigeordneten den städtischen Haushalt nicht belasten. Kiefer zog gestern eine Parallele zum Strandbad Gelterswoog, das auch von einem privaten Pächter unterhalten und betrieben wird. Offen ließ Kiefer die Frage, ob es gelingt, einen solchen Investor zu finden. Einen Versuch sollte man zumindest starten, so der Beigeordnete. Bereitschaft erklärte Kiefer auch dazu, nochmals das Gespräch mit den Brauereien zu suchen. Im Rechnungsprüfungsausschuss waren diese Woche die Brauereien als gute Möglichkeit, einen Pächter für die Gastronomie zu finden, genannt worden. Kiefer erinnerte daran, dass es solche Gespräche mit Brauereien bereits gegeben habe. Vorstellbar ist für Kiefer auch eine abgespeckte Lösung für die Gastronomie in der Theo-Barth-Halle. Er könnte sich auch vorstellen, dass es künftig keine Gaststätte im Vollbetrieb gibt, sondern nur mit einem Ausschank. Kiefer reagierte mit der Ankündigung zur Suche nach einem Investor auf die laufende Diskussion über die Wiederherrichtung der Gaststätte. Der Stadtvorstand hatte sich gegen eine Wiederaufnahme der Gastronomie nach der Sanierung der Theo-Barth-Halle ausgesprochen. Er hatte hohe Kosten für die Wiederherrichtung der Räume von 525.000 Euro, die später auf 372.000 Euro reduziert worden waren, geltend gemacht. Kiefer äußerte die Erwartung, dass niedrigere Kostenkalkulationen der Verwaltung vorgelegt werden, damit sie überprüft werden können. Die CDU-Ortsbeiratsfraktion in Erlenbach hat eine Kalkulation in Auftrag gegeben, die auf nur 168.000 Euro für die Wiederherstellung der Gastronomie hinausläuft. Der Beigeordnete kündigte eine Beschlussvorlage für den Stadtrat an, die die unterschiedlichen Kostenkalkulationen darstellen soll, damit sich der Rat bei seiner Entscheidung über die Wiederbelebung der Gaststätte ein objektives Bild machen könne. Kiefer blieb gestern bei der Absicht, dem Stadtrat vorzuschlagen, die Gastronomie seitens der Stadt nicht wieder herzurichten. Er verwies auf die Frage der Wirtschaftlichkeit beziehungsweise Amortisation der Kosten und zudem auf die Schwierigkeiten, einen Pächter zu finden. Er betonte abermals, dass der Betrieb einer Gaststätte nicht in den Leistungskatalog einer Kommune falle. EINWURF

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