Kaiserslautern Bei Engpässen wird die Notaufnahme kurzzeitig für Rettungsdienste abgemeldet

Am Donnerstagabend war die Notaufnahme des Westpfalz-Klinikums – zumindest was Rettungsdienst-Fälle für die Innere Medizin angeh
Am Donnerstagabend war die Notaufnahme des Westpfalz-Klinikums – zumindest was Rettungsdienst-Fälle für die Innere Medizin angeht – für kurze Zeit abgemeldet.

Dass ein Rettungswagen mit einem Patienten an Bord statt zum nächstgelegenen Krankenhaus zu einem weiter entfernten Hospital fahren muss, kommt immer mal wieder vor. Dennis Kolter, Sprecher des Westpfalz-Klinikums, sagt wieso.

Nachdem am Donnerstagabend eine Frau mit Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst statt ins für sie nahe gelegene Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern nach Landstuhl gebracht worden ist, hatten sich Angehörige bei der RHEINPFALZ gemeldet – und nach den Gründen gefragt.

Dennis Kolter, Sprecher des Krankenhauses, erklärt: „Wo der Rettungsdienst einen Patienten hinbringt, wird von Rettungsleitstelle koordiniert.“ Die greife dafür auf die Zentrale Landesweite Behandlungskapazitäten (ZLB) zu. Mit dem webbasierten Informationssystem wird, heißt es auf der Internetseite des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, „die tagesaktuelle Belegungs- und Versorgungssituation der beteiligten Krankenhäuser für die Leitstellen im Saarland und in Rheinland-Pfalz wiedergegeben“. Das ZLB wird übrigens vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern entwickelt und betrieben.

Abmeldungen kommen „immer mal wieder vor“

Wie Kolter erläutert, melden die Kliniken ihre Kapazitäten im ZLB und können sich bei Engpässen kurzfristig für Notfälle abmelden. Kolter: „Dann ist aber nicht die ganze Notaufnahme abgemeldet, sondern ein bestimmter Bereich.“ Am Donnerstagabend war die Innere Medizin für einige Zeit abgemeldet – „aus Kapazitätsgründen“, wie Kolter sagt. In der Vergangenheit habe es auch in anderen Fachdisziplinen schon Engpässe gegeben, weshalb „die Kollegen sich kurzzeitig von der Notfallversorgung abgemeldet haben, bis die Patienten versorgt waren“. Das komme immer mal wieder vor, sei aber nicht planbar und schon gar nicht die Regel, betont der Klinikumssprecher. An den kleineren Standorten mit Notaufnahme, Kusel, Rockenhausen und Kirchheimbolanden, komme das Abmelden eher mal vor, als in Kaiserslautern.

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