Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Bei der Stadtgarde Kaiserslautern sind alle Veranstaltungen abgesagt

Die „Humba-Buwe“ der Stadtgarde waren im vergangenen Jahr auf etlichen Bühnen gefragt. Das Ensemble hatte bis zu 40 Auftritte in
Die »Humba-Buwe« der Stadtgarde waren im vergangenen Jahr auf etlichen Bühnen gefragt. Das Ensemble hatte bis zu 40 Auftritte in der Kampagne.

Gegen eine kurze Spanne zum Atemholen am Ende einer erfolgreich abgeschlossenen Kampagne hätte die Stadtgarde Kaiserslautern im Februar 2020 nichts einzuwenden gehabt. Dass die Auszeit dann über Monate gehen würde, hätte Kommandant Klaus Anstädt sich allerdings nicht vorstellen können.

Nach der Gala in der Fruchthalle habe man sich wie immer mit den Worten verabschiedet, dass man sich die nächsten vier Wochen mal nicht mehr sehen würde – um es danach so langsam wieder angehen zu lassen, schildert Anstädt. Die Stadtgarde mit ihren „Humba-Buwe“ sei sonst nicht nur in der Fastnachtszeit aktiv, sondern praktisch das ganze Jahr über unterwegs.

Wenn Anstädt die Veranstaltungen aufzählt, die dem Verein im Corona-Jahr zwangsweise entgangen sind, hat man direkt eine Vielzahl bunter Bilder vor Augen: Da war doch was? Die lange Nacht der Kultur zum Beispiel, das Altstadtfest und das Hoffest der Pfalzbibliothek bei dem die Stadtgarde immer ihre beliebten „Hoorische mit Specksoße“ angeboten hat. Diese und weitere Feste in der Vorderpfalz hätten zwar stets einiges an Anstrengungen gekostet, andererseits aber auch für die Finanzierung von Veranstaltungen wie der Gala gesorgt, so der Kommandant.

Der persönliche Kontakt fehlt

Der Besuch von Grillfesten bei Freunden im Sommer, die Ausflüge und Helferfeste mit sonst schon mal 40 Leuten konnten ebenso wenig stattfinden wie die Mitgliederversammlung.

Bis ihnen im Herbst erneut ein Strich durch die Rechnung gemacht worden sei, sei man aber ständig in der Planung gewesen, beschreibt Anstädt. Die Tanzmariechen genauso wie die „Humba-Buwe“ mit Gesangsproben.

„Die Umzüge, das gemeinsam Frohsinn verbreiten“ ist es, was der Stadtgarde in diesen Tagen besonders fehlt. Für bis zu sechs Auftritte an einem Abend sei man sonst in der Hochzeit der Fastnacht mit dem Tourbus unterwegs, die „Humba Buwe“ mit bis zu 40 Auftritten in der Kampagne auch bei großen Vereinen in der Vorderpfalz: „Alles abgesagt.“ Der traditionelle Regimentsappell Anfang des Jahres und erst recht die gemeinsame Kampagneneröffnung mit anderen Vereinen waren nicht einmal im ganz kleinen Kreis möglich.

„Wir versuchen, Kontakt zu halten, aber das Persönliche fehlt halt“, sagt Anstädt. Etwas Persönliches – ein kleines Trostpflaster in Form von zwei Orden – hat ihnen aber neulich der befreundete Deutsch-Französische Karnevalverein geschickt.

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