Kaiserslautern
Basketball: Zwei FCK-Akteure treffen gegen punktgleichen TV Saarlouis auf alte Bekannte
Die Korbjäger des 1. FC Kaiserslautern wollen am heutigen Samstag (16.30 Uhr/Barbarossahalle) den Auswärtscoup beim Tabellenzweiten TV Idstein vergolden und sich mit einem Heimsieg gegen ihren punktgleichen Rivalen aus Saarlouis auf einem einstelligen Tabellenplatz festsetzen.
Bei den Roten Teufel stehen mit Aaron Reams und Christopher Koch gleich zwei Spieler unter Vertrag, die bereits für die Saarländer spielten. Reams, der nach seinem Wechsel aus Luxemburg eigentlich für das Oberligateam der Sunkings eingeplant war, sprang im Januar 2019 als Nothelfer ein und erzielte bei seinem Regionalligadebüt gegen den ASC Mainz aus dem Stand 20 Punkte. Zur neuen Saison hat sich der FCK die Dienste des US-Amerikaners gesichert und damit einen passenden Nachfolger für John Barber Jr. gefunden. Reams hat sich schnell zu einem Leistungsträger entwickelt und zählt mit 17,7 Punkten im Schnitt zu den treffsichersten Schützen bei den Rot-Weißen. Besser traf bislang nur Gergely Hosszu (20,9), der damit zu den fünf besten Korbjägern im Südwesten zählt.
Koch spielte für den TV Saarlouis in der Zweiten Basketball-Bundesliga ProB. Nach dem Abstieg in die Erste Regionalliga übertrug der TVS sein Spielrecht am Ende der Saison 2015/16 an die SG Dillingen/Saarlouis. Koch war einer von vier Spielern, die nach dem Abstieg an Bord blieben, ehe er sich zu Beginn der letzten Saison den unterklassigen Baskets Völklingen anschloss. Der exakt zwei Meter große Forward hat sein Potenzial bereits angedeutet, wartet bei den Westpfälzern aber noch auf seinen Durchbruch.
Wer über Basketball in Saarlouis spricht, kommt an einem Namen nicht vorbei: Ricky Easterling. „Kapitän, Schlüsselspieler, Top-Scorer – und Publikumsliebling“ titelte die „Saarbrücker Zeitung“ bei Easterlings Rückkehr nach Saarlouis, wo er bis zu seinem Wechsel nach Karlsruhe bereits neun Jahre unter Vertrag gestanden hatte. Ohne ihren treffsicheren US-Amerikaner hatten sich die Saarländer nach dem Abstieg in die Erste Regionalliga extrem schwer getan und konnten den zweiten Abstieg in Folge nur knapp verhindern. Easterling, der Anfang November 36 Jahre alt wurde, ist nach wie vor ein Ausnahmespieler. Mit 24,6 Punkten im Schnitt ist der 1,86 Meter große Guard eine Art sportliche Lebensversicherung für die Saarländer, die zuletzt nach drei Niederlagen in Folge gegen den MTV Stuttgart einen wichtigen Sieg feiern konnten. Mit 22 Punkten, neun Korbvorlagen und sechs Rebounds war der Routinier beim 76:67-Erfolg einmal mehr der überragende Mann auf dem Platz.
Auch der FCK konnte durch den jüngsten Sieg beim Überraschungsteam TV Idstein wieder ordentlich Selbstvertrauen tanken. Die Mannschaft von Trainer Mario Coursey zeigte sich von der jüngsten Heimniederlage gegen den TV Langen gut erholt und fuhr beim Aufsteiger einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Auch weil die Abwehr ihrem Namen mal wieder gerecht wurde. Das Duell gegen Saarlouis ist für die beiden punktgleich auf Rang acht notierten Mannschaften richtungsweisend, denn die halbe Liga steckt im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf Schlusslicht Tübingen beträgt vier Punkte, der Rückstand auf den viertplatzierten TV Langen ebenso. Wer den Blick in den kommenden Wochen nach oben und wer ihn eher nach unten richten muss, entscheidet sich heute.
So spielen sie
1. FC Kaiserslautern: Hosszu, Croom, Weihmann, Reams, Leis, Erb, Middleton, De Sousa, Archinger.