Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel „Barnabas Sky“ legen ihr erstes Album vor

Markus Pfeffer im Videoclip „Till the End of Time“ von Christian Esche.
Markus Pfeffer im Videoclip »Till the End of Time« von Christian Esche.

Am 19. November wird die Kaiserslauterer Band „Barnabas Sky“ ihr erstes Album „Inspirations“ veröffentlichen. Ein erster Titel daraus wurde schon im September vorgestellt. Als Appetithappen auf die bevorstehende Präsentation ist der Song „Till the End of Time“ bereits im Internet zu sehen und zu hören.

Wieder hat Gründer, Instrumentalist und Komponist Markus Pfeffer („Winterland“, „Lazarus Dream“) das Stück an sich komponiert, den Melodiepart und dessen vokale Ausführung aber einem prominenten Profi der Rockszene anvertraut. Beim Titel „In my Mind“ war es Danny Martinez jr. („Guild of Ages“), diesmal kein Geringerer als Jesse Damon, Sänger und Gitarrist der aus Los Angeles stammenden Heavyrock-Band „Silent Rage“.

Die hatte Pfeffer schon Ende der 1980er Jahre als Jugendlicher auf dem Musiksender MTV bewundert. Über 30 Jahre später arbeitet er nun mit ihrem Frontmann in gleich zwei Songs (neben „Till the End of Time“ auch noch „Youngblood“) zusammen. Da schließt sich gewissermaßen ein Kreis.

Markus Pfeffer hat den Song im vergangenen Frühjahr mit exakt Jesse Damon im Sinn komponiert. Dieser war, als er die Grundfassung „seines“ künftigen Titels hörte, sofort begeistert. Schon beim ersten Anhören hatte er eine Idee für den passenden Text.

Der hat es − neben der balladesk eindringlichen Musik − ordentlich in sich. „Till the End of Time“ beschäftigt sich mit der Geschichte der Menschheit, ihrem Kampf ums Überleben angesichts all der Bedrohungen und Gefahren. Aber es ist kein larmoyanter Jammer-Song, sondern hat positiv-hoffnungsvolle Ansätze: „Till the End of Time/ we need to keep our Hope alive/ and trust we make good Choices/ to help us to survive.“

Regisseur Christian Esche, der schon den ersten Clip technisch und inhaltlich sauber umgesetzt hat, leistete auch hier wieder ganze Profi-Arbeit. In der filmischen Umsetzung von „Till the End of Time“ sind unter anderem Überschwemmungen, ein Strand voller Plastikmüll und verzweifelte Obdachlose zu sehen, aber eben auch etwa Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr bei der Arbeit und freiwillige Helfer, die dazu beitragen, dass die Hoffnung auch auf dem weiteren Weg des Menschen bis hin ans Ende der Zeiten nicht versiegt.

Das ist berührend und nachdenklich machend und alles andere als 08/15-Rock mit oberflächlichem Klischee-Text. Interessant sind wiederum die Aufnahmen der Protagonisten. US-Kameramann Scott Seagren hat den stimmstarken, expressiven Damon in Los Angeles gefilmt. Markus Pfeffer wurde dagegen im Pirmasenser Studio aufgenommen sowie unweit davon in der Abflugschneise der Ramstein Air Base.

Dabei flog übrigens just beim Gitarrensolo – ungeplant, beeindruckend und interpretationswürdig - eine Maschine exakt über den Musiker hinweg. Hätte man es so gewollt, wäre es vermutlich nicht gelungen. In den passgenau gefügten Sequenzen ist übrigens auch Schlagzeuger Thomas Rieder in Aktion zu sehen. Nicht sicht-, aber durchaus hörbar, sind der heimische Gastmusiker Michael Weickenmeier an den Tasten und der mit Jesse Damon eng befreundete US-Musiker-Kollege Paul Sabu als Background-Sänger.

Sabu? War da nicht mal was? Doch! Paul Sabu ist der Sohn des indisch-amerikanischen Schauspielers Sabu, der Anfang der 1940er Jahre unter anderem in der weltberühmten Erfolgsproduktion „Der Dieb von Bagdad“ eine Hauptrolle spielte. Für Markus Pfeffer war der Fantasy-Klassiker ein Lieblingsfilm in seiner Kindheit. Da schließt sich denn glatt noch ein weiterer Kreis.

Info

Den Videoclip gibt es auf Youtube. Das komplette Album „Inspirations“ erscheint am 19. November.

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