Kaiserslautern Bahnviadukt: In Trippstadter Straße weicht Gewölbe Stein für Stein

Ein Bagger wütet am Bahnviadukt. Es wirkt wie ein Gewaltakt, sieht aus nach Abriss in einem Rutsch.
Ein Bagger wütet am Bahnviadukt. Es wirkt wie ein Gewaltakt, sieht aus nach Abriss in einem Rutsch.

Ein Bagger wütet am Bahnviadukt. Es wirkt wie ein Gewaltakt, sieht aus nach Abriss in einem Rutsch. Doch daran ist nicht zu denken: Der Baggerführer muss mit größter Sorgfalt arbeiten. Stein für Stein weicht das Gewölbe an der Unterführung in der Trippstadter Straße. Die Sandsteine sind vor mehr als einem Jahrhundert eingesetzt worden. Über eine Distanz von 65 Metern bildet es den Durchlass, über dem elf parallele Bahngleise verlaufen. Sie sind zurzeit mittels eines immens tragfähigen Gerüsts gesichert.

Jener Schienen wegen ist der Abbruch auch so kompliziert, wie ein Verantwortlicher der Firma Implenia erklärt hat. Das Unternehmen stemmt unter anderem die Aufgabe, den Tunnel weiter auszuhöhlen und neu zu verkleiden. Ein Gewölbe wird es nicht mehr geben, stattdessen wird der Verkehr durch drei Betonröhren rollen. In der Mitte finden drei Fahrspuren Platz, kleinere Tunnel beiderseits – der eine ist schon fertig – bleiben Fußgängern und Radlern vorbehalten. Bis Ende 2022 bleibt die Straße gesperrt.

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