Kaiserslautern Badekappen auf und testen

Nach mehr als drei Monaten, in denen die Wasserballerinnen und Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK) allenfalls bei internen Trainingsspielen die Badekappen schnüren durften, steht am Wochenende der erste echte Wettkampf auf dem Programm: das Turnier des Stolberger SV.
Am 8. November haben die Lauterer erstmals seit 2010 wieder einen Auftritt im süddeutschen Pokal – beim SV Augsburg. 14 Tage später wartet im ersten Ligaspiel Meister SC Neustadt II auf den KSK, der nach zwei Jahren Pause neben der ersten Mannschaft auch wieder ein Reserveteam in die Runde schickt. Da kommt das traditionelle Freundschaftsturnier in Stolberg (Rheinland) gerade recht, um sich unter Wettkampfbedingungen einzuspielen. Die Lauterer Herren taten dies meist nur mit mäßigem Erfolg, wohingegen die Damen bei ihren sechs Teilnahmen jeweils auf dem Treppchen landeten und in den vergangenen beiden Jahren den Turniersieg einfuhren. Auf dem Weg zur zweiten Titelverteidigung müssten die KSK-Nixen, die von einigen Damen aus dem Saarland unterstützt werden, diesmal in einer Sechser-Konkurrenz bestehen, in der nach dem Modus „einmal jeder gegen jeden“ gespielt wird. Dabei stehen den Lauterern mit der TPSG Köln (Sieger 2008 und 2011) und den Freien Schwimmern Duisburg (2009) hochkarätige Gegner gegenüber. Aber auch die Gastgeberinnen, Vorjahresneuling SV Dornberg und der SSV Esslingen, der in der zweiten Liga Süd den dritten Platz belegt hat, sind nicht zu unterschätzen. Interessant wird sein, wie schnell sich die bunt gemischte Truppe aus dem südwestdeutschen Bereich aufeinander einstimmen kann – zumal sie in dieser Form noch nie zusammengespielt hat. Dass es direkt in der Auftaktpartie gegen Esslingen geht, ist dabei sicher nicht von Vorteil. Die männlichen Krokodile haben aus den vergangenen sechs Jahren lediglich einen einzigen Podiumsplatz vorzuweisen. Allerdings ist das gleich der Turniersieg. Das war 2011. Auch wenn die Lauterer sich nach der langen Pause erst einspielen müssen, setzen sie sich das Erreichen des Halbfinales als Ziel. Dazu müssten sie in der Vierer-Vorrundengruppe jedoch einen der beiden vorderen Plätze belegen, wobei die Schwimm- und Sportfreunde Bonn als Vorjahresdritter wohl der größte Konkurrent sein dürften. Dem Sportteam Hamburg (2013 Platz 7) und dem SV Dornberg (8.) sollte man hingegen zumindest auf Augenhöhe begegnen können. In den Überkreuzspielen würde der KSK dann auf einen Gegner der auf den ersten Blick etwas stärker besetzten Gruppe A treffen. Dort tummeln sich neben dem gastgebenden Stolberger SV (Finalist 2012 und 2013) mit dem SV Olympia Borghorst (Rekordturniersieger), der SGW Rheda-Steinhagen und dem SC Herford ebenfalls ausnahmslos Mannschaften, die – wie der KSK – schon zum „Inventar“ des Turniers gehören. Die Lauterer waren seit Mitte der 80er Jahre bei jedem Turnier in Stolberg dabei. Grund genug, mal wieder mit einem Erfolg heimzureisen. (sts)