Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Autobahnbrücke: Beton-Guss fällt Regen zum Opfer

Seit April schon eingeschalt: die Brücke über die A 6 beim Einsiedlerhof. Der Betonguss soll nun nächste Woche folgen.
Seit April schon eingeschalt: die Brücke über die A 6 beim Einsiedlerhof. Der Betonguss soll nun nächste Woche folgen.

Immerhin: Zumindest sind keine 600 Kubikmeter Beton für nichts und wieder nichts angerührt und angekarrt worden: Noch rechtzeitig haben Landesbetrieb Mobilität (LBM) und die bauausführende Firma den „Großkampftag“ an der Autobahn abblasen können. Am Donnerstag hatte die zweite der Zwillingsbrücken über der Autobahn bei Einsiedlerhof betoniert werden sollen. Doch der Sommerregen hat’s verhindert.

Gut und gerne 600 Kubikmeter Beton hätten reingepasst. Die Firma Gross Ingenieurbau mit Sitz in Pirmasens hatte bereit gestanden, die gut 45 Meter lange Brücke in einem Rutsch zu betonieren. Gerade noch rechtzeitig aber ist die Mammutaufgabe – die die Firma Gross Ingenieurbau an nur einem Tag hat stemmen wollen – abgesagt worden.

„Bis auf den letzten Drücker wollten sie es noch durchziehen“, bescheinigte am Donnerstag Andreas Herrmann, der beim LBM das Projekt betreut, der Pirmasenser Niederlassung des Baukonzerns Peter Gross hohe Motivation. Doch mussten die Fachleute letztlich dem Umstand Rechnung tragen, dass die Portion Regen für die Betonarbeiten doch zu groß auszufallen drohte.

Neuer Anlauf am Dienstag oder Mittwoch

Nun soll in der kommenden Woche ein neuer Anlauf genommen werden. „Dienstag oder Mittwoch“, schätzt Herrmann, der die Verschiebung nun nicht als Beinbruch ansieht. Aller Voraussicht nach könne auch, wie geplant, am ersten Juli-Wochenende das sogenannte Traggerüst wieder abmontiert werden. Für diese doch aufwendige Arbeit steht dann die nächste Vollsperrung der A6 bevor.

Im Herbst soll der Verkehr rollen

Der LBM-Mitarbeiter geht davon aus, dass die Brücke bis August bereits befahrbar wäre. „Wir werden sie aber dann noch nicht unter Verkehr nehmen“, verweist Herrmann auf noch ausstehenden Arbeiten abseits der Brücke. Ohnehin sei es nicht sinnvoll, den Verkehr über die Brücken zweispurig fließen zu lassen, wenn direkt dahinter der noch zu erledigenden Maßnahmen wegen jeweils Nadelöhre folgten.

Im Herbst aber dürfte die Brücke dann passierbar sein. Das zurzeit entstehende Bauwerk ist mit 13,50 Metern etwas breiter als die Parallelbrücke direkt daneben. Das rührt von dem Fahrrad- und Fußgängerstreifen her. Die Brücke ist auch etwas angehoben worden. „An die alte waren ja öfter mal Lkw gekracht“, wie Herrmann lachend an einige „Zusammenstöße“ erinnert.

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