Kaiserslautern Auszeichnung für Zusammenarbeit

Für beispielhafte deutsch-amerikanische Zusammenarbeit hat die „International Association of Chiefs of Police (IACP)“ vergangene Woche in San Diego (Kalifornien) die in Kaiserslautern stationierte 569. Polizeieinheit der amerikanische Streitkräfte und das Polizeipräsidium Westpfalz ausgezeichnet. Eine nicht alltägliche Auszeichnung, die erstmals eine deutschen Behörde erhalten hat.
Diese Auszeichnung sei keine Routine und deshalb durchaus Anlass, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, stellte der stellvertretender Polizeipräsident Franz-Josef Brandt gestern im Polizeipräsidium fest. Symbolisch für die jahrelange extrem gute Zusammenarbeit stehe, dass mit Polizeihauptkommissar Simon Mai und Captain John-Paul Adrian die Vertreter beider Dienststellen gemeinsam in die Vereinigten Staaten geflogen und den Preis dort im Empfang genommen hätten. Als Beispiele für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit nannte Brandt die Einrichtung einer Sicherheitswache auf der Air Base im Jahr 2005 als Kontaktadresse für vielfältige Aufgaben – darunter Verkehrsverstöße amerikanischer Soldaten und Zivilisten. Gemeinsame Streifengänge mit dem Ordnungsamt an Wochenenden, Informationen über Einbruchsschwerpunkte und die Aktion „Bob“ gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gehörten ebenso dazu wie der äußere Schutz von US-Liegenschaften gegen Terrorangriffe. Die Zusammenarbeit funktioniere über Jahre trotz häufiger Wechsel auf der amerikanischen Führungsebene. Von der IACP ausgezeichnet zu werden sei eine große Ehre, erklärte der Kommandeur der amerikanischen Polizeidienststelle, Colonel Jason J. Sleger. Ziel der Organisation von Führungskräften aus mehr als 120 Staaten sei es, durch Fortbildung ständig besser zu werden, um so ihre Kommunen sicherer zu machen. Seine Einheit sei stolz auf die Zusammenarbeit: „Die deutsche Polizei führt, wir unterstützen.“ „Wir haben alle die gleichen Probleme“, stellte der Vertreter des Polizeipräsidiums Mai nach der Rückkehr aus San Diego fest. Während der viertägigen Veranstaltung mit 17.000 Teilnehmern aus mehr als 80 Staaten hatte er dort unter anderem an Workshops teilgenommen. |krh