Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Auflösungserscheinungen beim TuS Dansenberg

Hat bis zum Ende der laufenden Saison ein Zweitspielrecht beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart: Nils Röller.
Hat bis zum Ende der laufenden Saison ein Zweitspielrecht beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart: Nils Röller.

Der TuS Dansenberg kann sich nach der Niederlage im Verfolger-Duell bei der SG Leutershausen nicht mehr aus eigener Kraft für die Aufstiegsrunde zur Zweiten Handball-Bundesliga qualifizieren. Im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen II muss am Samstag (20 Uhr) in eigener Halle ein Sieg her, wenn der Traum vom Aufstieg nicht vorzeitig platzen soll.

Aktuell grüßen die Schwarz-Weißen von Rang drei, der am Ende der regulären Saison zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen würde. Der Blick auf die Tabelle ist jedoch trügerisch, da der Tabellenvierte SG Pforzheim/Eutingen nur einen Punkt Rückstand aufweist und ein Spiel weniger absolviert hat. Hinzu kommt, dass die Goldstädter den direkten Vergleich mit dem TuS Dansenberg für sich entschieden haben und bei Punktgleichheit die Nase vorn hätten.

Das Spiel gegen den Spitzenreiter ist auch ein Charaktertest für die Mannschaft von Interimstrainer Marco Sliwa, in der bereits erste Auflösungserscheinungen zu Tage treten. Mittelmann Raphael Guden (HC Berchem) und Niklas Schwenzer (Vertrag aufgelöst) haben den Verein bereits zu Beginn des Jahres verlassen. Torwart Henning Huber (21) wird seinem ehemaligen Trainer Steffen Ecker zum ambitionierten Oberligisten TV Homburg folgen, der sich mittelfristig den Aufstieg in die Dritte Bundesliga auf die Fahnen geschrieben hat. Der 21-Jährige hat bei den Saarpfälzern einen ab der kommenden Spielzeit gültigen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Röller mit Zweitspielrecht

Nils Röller (20) wird bis zum Ende der laufenden Saison per Zweitspielrecht beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart spielen. Das Erstzugriffsrecht liegt beim TuS Dansenberg. Der anvisierte Wechsel des talentierten Kreisläufers zu Zweitligist TV Großwallstadt ist damit offenbar vom Tisch. Röllers Vertrag läuft zum Saisonende aus. Das Gleiche gilt für die Arbeitspapiere von Nuno Rebelo (31) und Julius Rose (21). Dass der Vertrag von Rebelo per Option verlängert wird, ist unwahrscheinlich. Viele Argumente für einen Verbleib über das Saisonende hinaus konnte der zu Saisonbeginn mit großen Erwartungen von Drittligarivale VfL Potsdam gekommene Portugiese bislang jedenfalls nicht sammeln.

Dass Rose mit seinen fast durchweg überzeugenden Auftritten Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen wecken würde, war absehbar. Der Regisseur schließt sich zur kommenden Spielzeit Zweitligist DJK Rimpar an. Routinier Steffen Kiefer (34) steht vor dem Karriereende.

Kopfsache?

„Vielleicht sind einige Spieler mit dem Kopf schon woanders, was ich persönlich sehr schade fände“, gibt Alexander Schmitt zu bedenken. „Sollten wir die Aufstiegsrunde nicht erreichen, werden wir an der Qualifikation zum DHB-Pokal teilnehmen. In Großsachsen hätten wir auf keinen Fall verlieren dürfen. Hätten wir dort gewonnen, wären wir absolut im Soll, obwohl wir gegen die Topteams bislang nur einen Punkt geholt haben. Es sind jetzt noch vier Spiele zu absolvieren und wir werden alles dafür tun, um unser Ziel noch zu erreichen“, verspricht der Teammanager.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Huber/Jovanovski (Tor), Serwinski, Rose, Egelhof, Dettinger, Claussen, Bösing, Waldgenbach, T. Holstein, Kiefer, Megalooikonomou, Rebelo, Röller

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