Kaiserslautern Auf nach Berlin

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Das Hohenstaufen-Gymnasium (HSG) hat jüngst mit zwei großen sportlichen Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht. Im Bundeswettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ gelang es den Handballmädchen und der Schwimmmannschaft des HSG, sich für das Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren. Damit setzte die Schule sportliche Akzente und zeigte, dass sie auch in diesem Bereich den Wettbewerb mit den anderen Kaiserslauterer Gymnasien nicht zu scheuen braucht.

Spricht man über sportliche Erfolge Lauterer Schulen, dann fällt zuerst der Name des Heinrich-Heine-Gymnasiums, dessen Schwerpunkt als Eliteschule des Sports ja auch auf diesem Bereich liegt. Dagegen hat sich das traditionsreiche Hohenstaufen-Gymnasium vor allem einen Ruf im MINT-Bereich, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, erworben. Dass neben diesen Fächern aber auch der Sport nicht zu kurz kommt, zeigen die beiden oben genannten Teams, die sich in Berlin mit den Siegermannschaften der anderen Bundesländer messen werden. Großen Anteil daran, dass sich die beiden Schulteams für das Bundesfinale qualifizierten, haben Anita Kiefer und Ingo Werner, die beide Sport am HSG unterrichten. In Berlin dabei zu sein, sei ein „Supererfolg“, betont Anita Kiefer, „da wir kein Sportgymnasium sind“. Die Studienrätin trainiert das Handball-Mädchenteam und wird es auch beim Bundesfinale, das vom 5. bis 9. Mai in der deutschen Hauptstadt über die Bühne geht, betreuen. Sie selbst ist als gebürtige Dansenbergerin schon seit frühster Jugend mit dem Handballsport verbunden. Spielte sie doch viele Jahre im Frauenteam des TuS Dansenberg. Für die Handballmädchen des HSG ist die Teilnahme am Finale eine Premiere. Dass sie da mit den besten deutschen Schulteams wetteifern können, mussten sie sich gegen starke Konkurrenz erkämpfen. Die erste Hürde auf dem Weg nach Berlin nahmen sie im vergangenen Dezember beim Bezirksfinale in Haßloch, wo sie sich ungeschlagen den ersten Platz sicherten. Danach folgte im Regionalentscheid ein souveräner Sieg (23:17) über die Mannschaft des Hans-Purrmann-Gymnasiums Speyer. Damit gehörten die Lautererinnen zu den drei Teams, die Anfang März in Igel bei Trier im Landesentscheid gegeneinander antraten. Und auch da waren sie siegreich. Im entscheidenden Spiel gegen die Integrierte Gesamtschule Kastellaun, bewiesen die HSG-Mädels Nervenstärke, setzten sich im Siebenmeterwerfen durch und sicherten sich das Berlin-Ticket . Was den Mädchen im Handball gelang, das schafften die Jungs im Schwimmen. Das Team des Hohenstaufen-Gymnasiums schwamm am 24. März im Montemare beim Landesfinale die schnellste Zeit in der Wettkampfklasse III und wird als Landessieger vom 20. bis 24. September beim Bundesfinale in Berlin die Farben des HSG vertreten. „Die Jungs hatten das Ziel, diesmal ganz oben zu stehen“, unterstreicht Ingo Werner die große Motivation der von ihm trainierten Schwimmmannschaft, die sich ein Jahr zuvor beim Landesentscheid noch mit dem zweiten Platz hatte begnügen müssen. Die enge Zusammenarbeit von Schule, Verein und Eltern habe sich „enorm positiv auf die Schwimmmannschaften ausgewirkt“, so Werner, der vom Trainer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs, Mirko Obradovic, unterstützt wurde. Nur knapp verfehlte das Mädchenteam des HSG beim Landesentscheid der Schwimmmannschaften die Qualifikation für Berlin. Ingo Werner hofft, dass die Mädchen es den Jungs nachmachen und im kommenden Jahr ganz oben auf dem Podium stehen und so die sportlichen Erfolge des Hohenstaufen-Gymnasiums fortsetzen.

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