Kaiserslautern Auf der Jagd nach Gelb im Bliesgau

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Für Niklas Märkl ist die 29. Trofeo Karlsberg was ganz Besonderes: Der 18-jährige Queidersbacher darf im deutschen Nationaltrikot fahren. Im Vorjahr hatte nach neun Jahren Durststrecke mit Patrick Haller mal wieder ein Fahrer im deutschen Nationaltrikot die Trofeo-Gesamtwertung, sehr zur Freude von Bundestrainer Wolfgang Ruser, gewonnen. Jetzt versuchen es Max Hamberger, Bastian Flicke, Jonas Rutsch, Richard Banusch und eben Märkl.

Eine Mannschaft kam noch hinzu, seit die Verantwortlichen der Trofeo Karlsberg Mitte Mai das Starterfeld für die 29. Auflage des traditionsreichen Junioren-Radrennens für Nachwuchsnationalmannschaften vorstellten. Ein regional zusammengestelltes Team Germany rollt neben dem deutschen Nationalteam und 16 anderen nationalen Auswahlen bis Sonntag auf vier Etappen durch den Bliesgau. „Neuerdings darf beim UCI Nations’ Cup wieder eine Landesauswahl aus der Nation mitfahren, in der das entsprechende Rennen stattfindet“, erklärt Albert Müller aus Contwig, seit über 25 Jahren als Kommissär bei der Trofeo Karlsberg mit von der Partie. Bei dieser Trofeo nehme allerdings nicht eine bestimmte Auswahl aus einem Bundesland die vier Etappen und 290 Kilometer an drei Tagen unter die Räder, sondern eine zusammengewürfelte Truppe mit guten Fahrern aus unterschiedlichen deutschen Landesverbänden, die das Feld der 176 Fahrer komplettieren. Die Trofeo Karlsberg firmiert zum neunten Mal hintereinander als Teil der renommierten Rennserie Nations’ Cup – der höchste Stellenwert, den der Weltradsportverband UCI einem Junioren-Rennen verleihen kann. Zu der achtteiligen Rennserie gehören unter anderem auch der Eintagesklassiker Paris-Roubaix im April, die Friedensfahrt Anfang Mai in Tschechien und der Grand Prix General Patton in Luxemburg am 9./10. Juli. Nach fünf Rennen führen die Niederlande die Wertung an, gefolgt von Titelverteidiger Frankreich und Kasachstan. Deutschland liegt auf Rang 17. Der 18-jährige Niklas Märkl, Schüler des Kaiserslauterer Heinrich-Heine-Gymnasiums, ist mit viel Selbstvertrauen ins dreitägige Etappenrennen gegangen. Der Fahrer des RSC Linden hatte erst am vergangenen Wochenende mit Platz drei bei den deutschen U19-Bergmeisterschaften die Führung in der Rad-Bundesliga übernommen und dafür das lila Trikot des Spitzenreiters überstreifen dürfen. Unter anderem die 17- bis 18-Jährigen aus Algerien, Belgien, Irland, Luxemburg, Polen, Russland, der Slowakei, Tschechien und den USA streiten sich mit den Deutschen um das Gelbe Trikot (Gesamtführender), grüne Trikot (Sprintbester), gepunktete Trikot (bester Bergfahrer), blaue Trikot (beste Mannschaft) und rote Trikot (bester Fahrer des jüngeren Jahrgangs). Heute geht es zunächst auf der schon traditionellen Pfalzetappe in vier Runden von Homburg über die Sickinger Höhe, Mörsbach und Käshofen werden dabei jeweils gestreift. Und nach dieser Halbetappe (79 Kilometer) müssen die Nachwuchspedaleure ab 18 Uhr noch beim mitentscheidenden Einzelzeitfahren vom französischen Rimling nach Rubenheim (17 Kilometer) ran. Zum Abschluss werden sonntags drei Runden rund um Reinheim gefahren, dabei müssen die Fahrer beim Gaswerk zwischen Obergailbach und Rimling noch einen knackigen Anstieg verarbeiten.

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