Kaiserslautern Auf dem Weg nach oben

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Eigeninitiative und Engagement lohnen sich, wie die Kulturbilanz der Stadthalle Landstuhl für die Spielzeit 2015/16 zeigt. Nachdem sich die Stadthalle von der Agentur Frank Serr getrennt hatte und die Besucherzahlen in der Saison 2014/15 infolge dessen deutlich eingebrochen waren, kann Stadthallen-Chefin Angelika Klein für die zurückliegende Spielzeit eine deutlich verbesserte Bilanz vorlegen, wie sich im Gespräch mit der RHEINPFALZ zeigte.

Im Vergleich zur vorherigen Saison, als das Abo-Programm nur zu 27 Prozent ausgelastet war, stieg die Auslastung heuer auf das Doppelte: 54 Prozent. In absoluten Zahlen sind das 2354 Besucher bei neun Veranstaltungen gegenüber 1189 bei acht Veranstaltungen. Die Renner waren das Musical „Die Schöne und das Biest“ mit 526 Gästen (95 Prozent Auslastung) und die Show „A Tribute to Tina Turner“ mit 502 Gästen (90 Prozent). Lediglich 110 Gäste wollten die Musikshow „Razz – das Beatboxmusical“ sehen, die anwesenden Besucher aber waren hell begeistert von den Stars auf der Bühne, die Instrumente wie Bass, Gitarre oder Schlagzeug nur mit Lippen, Zunge und Gaumen imitierten. Auch die „Schokolade-Revue“ kam mit 176 Besuchern nicht so an, obwohl die Gäste mit wunderbaren Schokolade-Liedern und Schoko-Kreationen verwöhnt wurden. Bestens eingeschlagen hat die Reihe „Schön gehört“, mittwochs, 19 Uhr, im oberen Foyer der Stadthalle, das aus Sicherheitsgründen nicht mehr als 100 Zuhörer aufnehmen darf. 1039 Besucher kamen zu den 14 Veranstaltungen, was einer Auslastung von 84 Prozent (vorherige Saison: 80 Prozent) entspricht. Ausverkauft waren die Abende mit Günter Fingerle, der Ozeanpianistin Ariane Vera Heneka, Marcel Adam und der Schnapka Connection. Diese Reihe liegt der Geschäftsführerin besonders am Herzen, denn sie ist ihr ureigenes „Kind“. Ebenso wie der Seniorentreff mit Livemusik, Tanz und Show (217 Besucher an vier Nachmittagen) und der Tanztee (384 Besucher an drei Sonntagnachmittagen). Ein Alleinstellungsmerkmal der Stadthalle ist die hauseigene Schauspieltruppe Pälzer Komödie mit der Regisseurin Iris Beyer. Auch hier ist – im Jahr eins nach dem früheren Stadthallen-Geschäftsführer Walter Potdevin – eine Steigerung zu erfahren: 2433 (75 Prozent) Besucher wollten „Boing Boing – Liebesnescht in de Palz“ sehen. Das war ein Plus von 246 Gästen gegenüber den „Ladykillers odder Mordsweiwer“ im Vorjahr mit 2239 Gästen (58 Prozent), obwohl die letztjährige Reihe eine Vorstellung mehr aufwies. Ein Besuchermagnet ist auch immer das Kindertheater der Pälzer Komödie, das bei den Schulen besonders beliebt ist. 3238 Gäste waren begeistert von dem Märchen „De gestiffelde Kader“. Das waren bei einer Auslastung von 72 Prozent 360 Besucher im Schnitt. An „Schneeweisje un Roserot“ erfreuten sich im Vorjahr 3428 Besucher (77 Prozent), was einem Durchschnitt von 381 entsprach. Stolz sein darf Angelika Klein auch auf den Sickingen-Ball, den sie in dieser Saison einführte und der ein fester Bestandteil des Jahresprogramms werden soll. Auf Anhieb erlebten diesen Tanzabend mit der Volker-Klimmer-Band 144 Besucher, die ganz begeistert waren von der stilvollen Atmosphäre. Neu im Programm ist auch die Reihe „Schön gehört für Kinder“, ebenfalls im Foyer, deren drei Märchen von 241 Kindern begeistert angenommen wurden. Beim „Schneewittchen“ musste wegen des großen Andrangs in den großen Saal ausgewichen werden. Zusätzlich zur Abo-Reihe gab es noch sonstige Veranstaltungen mit insgesamt 1346 Besuchern. Am beliebtesten waren dabei weder Purple Schulz (64 Besucher) noch „Mister Slowhand“ (200 Gäste), sondern das Konzert unter dem Motto „Schenkt man sich Rosen in Tirol“. 304 Zuhörer waren von der Sopranistin Daniela Schick und dem Kammerchor Landstuhl unter Heribert Molitor begeistert. Wenn man die geschätzten 5000 Besucher des Weihnachtsmarktes hinzuzählt sowie rund 2000 Besucher bei vermieteten Veranstaltungen, dann sind das insgesamt rund 18.500 Besucher, die in dem Haus ein und aus gingen. |fk

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