Kaiserslautern Auf dem Weg nach Los Angeles

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In den Vereinigten Staaten will sich Michael Seitz seinen Traum vom Profiboxer erfüllen. Der junge Kaiserslauterer Faustkämpfer hat schon einen Vertrag mit einem Boxmanager in den USA unterschrieben und wird sich im kommenden Februar nach Los Angeles aufmachen, um dort in einem Gym zu trainieren und voraussichtlich im Sommer seinen ersten Profikampf zu bestreiten.

Stolz präsentiert Michael Seitz seinen Fünf-Jahres-Vertrag, den er vor kurzem mit dem Manager Shane Shapiro abgeschlossen hat. Er vertraue dem im Boxgeschäft erfahrenen Shapiro, sagt der Faustkämpfer und zeigt sich voller Tatendrang. Der 21 Jahre alte Mittelgewichtler hat große Pläne, will sich nach oben kämpfen und in Amerika sein Glück machen. Den ersten Schritt auf der Karriereleiter hat er schon geschafft, und zwar bei einem dreiwöchigen Aufenthalt in Los Angeles . Michael Seitz trainierte und sparrte da in dem renommierten Wild Card Boxing Club in Hollywood, und das tat er so überzeugend, dass ihn Shapiro unter Vertrag nahm. Sein Freund, der türkische Meister Cem Kilic, habe die Verbindung zu dem Manager vermittelt, erzählt Seitz. Kilic, mit dem Seitz schon viermal im Ring stand und den er zweimal besiegen konnte, gehört bereits zu Shapiros Schützlingen und wird am 6. Dezember seinen ersten Profikampf in den USA bestreiten. Wann Michael Seitz sein Profidebüt gibt, steht noch nicht fest. „Ich hoffe, dass ich im nächsten Sommer zum ersten Mal kämpfen kann“, sagt er und strahlt dabei. Fest steht dagegen der Termin, an dem er in Kaiserslautern seine Zelte abbrechen und nach Los Angeles fliegen wird: am 3. Februar 2015. Er wolle alles auf die Boxkarte setzen und seinem großen Vorbild Muhammad Ali nacheifern. Schon in seinen ersten Jahren als Boxer habe ihn Ali begeistert. Damit hat er sich die Messlatte ziemlich hoch gelegt. Wird doch Muhammad Ali von vielen als der größte Boxer aller Zeiten angesehen. Seitz boxt aber nicht wie sein Vorbild in der Superschwergewichtsklasse, die ab 91 Kilogramm beginnt, sondern im Mittelgewicht (bis 75 Kilogramm). Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten. Bevor Ali seine grandiose Profikarriere begann, boxte er ebenso wie Michael Seitz als Amateur. Insgesamt 33 Amateurkämpfe bestritt der Lauterer und kletterte dabei 21-mal als Sieger aus dem Ring, boxte einmal unentschieden und verlor elfmal. Seine Leidenschaft für den Faustkampf habe er im Sommer 2007 entdeckt. Bei einem von der Boxabteilung des 1. FCK veranstalteten Ferienprogramm sammelte er seine ersten Erfahrungen in Sachen Boxen. Er kam unter die Fittiche von Wolfgang Gies. Der Cheftrainer der FCK-Boxabteilung erkannte das Talent des jungen Kämpfers und förderte ihn. Er habe Gies viel zu verdanken, sagt Seitz. „Er hat an mich geglaubt und mich in meinen Ambitionen, Profi zu werden, unterstützt“, unterstreicht er die Rolle seines „ersten Trainers“, unter dem der zweimal Südwestmeister wurde und bei den deutschen Meisterschaften in der Altersklasse der U21 den dritten Platz belegte. Wie Muhammad Ali ist der Linksausleger Michael Seitz kein Haudrauf, sondern eine Techniker. Seine stärkste Waffe im Kampf sei der rechte Aufwärtshaken, den er in Kombination mit dem linken Seitwärtshaken schlage, sagt der 1, 83 Meter große Boxer, der zurzeit noch bei der Bundeswehr ist, bei den Fallschirmjägern im saarländischen Lebach. Die Frage, ob er schon einen Fallschirmsprung absolviert habe, verneint er. Seinen großen Sprung will er nicht aus den Wolken machen, sondern im Boxring. Dort will er Triumphe feiern und ein Champion werden. (pkn)

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