Stadtleben Auch nach dem Sturm droht noch Gefahr im Wald
„Die Trupps sind direkt rausgefahren“, berichtet Revierförster Platz davon, dass nach dem Sturm noch einiges zur Sicherheit der Waldbesucher getan werden muss. Und er meint dabei nicht unbedingt nur die Waldwege, die teils noch nicht passierbar sind.
„Die alten Buchen und Eichen stehen gestresst im Wald. Die schütteln sich auch noch nach dem Sturm“, wird Platz deutlich, woher die Gefahr derzeit noch droht. Die Trockenheit der vergangenen Jahre habe gerade den Kronen der alten Bäume enorm zugesetzt. Statt elastisch schwingender Äste befinde sich in den Kronen viel trockenes, morsches Holz. Ein leichtes für starke Winde. Der Sturm hat hier laut Platz zwar schon einiges runtergeholt. Er hat aber auch manch starke Äste verwirbelt, die hängen nun einfach lose in den Kronen, warten wie Fallobst auf ihre Gelegenheit. „Das geht dann ganz schnell“, warnt Platz vor dem Gedanken: Das höre ich schon krachen und kann schnell zur Seite springen. Der Ast sei meist schneller und bei entsprechender Fallhöhe in der Regel schmerzhaft bis stark verletzend oder noch schlimmer.
Die Forstwirte sind deshalb unterwegs, räumen zum einen die Waldwege frei, aber vor allem holen sie an den Wegen das tückische Kronenholz aus der Höhe.
„In ein bis zwei Tagen steht der Wald wieder wie gewohnt zur Verfügung“, weiß Platz, dass gerade in Kaiserslautern der Wald ein Refugium ist, das absolut anziehend ist. Die Waldbesucher werden dann allerdings vermutlich ein paar Fichten weniger sehen. Gerade im östlichen Revierteil, in der Nähe der Entersweilerstraße, hat sich der Sturm gerade an den Fichten ordentlich bedient. „Da sind etwa 20 Bäume gefallen“, ist Platz froh, dass es im restlichen Waldgebiet bei Einzelwürfen geblieben ist.
Was macht aber nun der Förster, wenn es im Wald so gefährlich ist? „Ich schneide die Obstbäume im Kinderwald“, sagt Platz, der gerade in der Lichtung vor Erfenbach die Astschere am Gehölz anlegt, als ihn der Anruf der RHEINPFALZ erreicht. Ganz nebenbei verrät er noch: „Die Waldklassik kommt in diesem Jahr wieder zurück!“ Anfang Juli soll sie stattfinden. thea