Kaiserslautern „Auch ein Austausch von Geheimtipps“
„Leben in Lautern“ heißt eine neue Reihe, die Menschen, die von außerhalb kommen, Orientierung geben will. Leute, die der Beruf nach Kaiserslautern führt oder die ins Studium starten, können sich dabei ebenso kundig über die Stadt machen wie Menschen, die aus einem fremden Land, aus einem fremden Kulturkreis kommen. Neubürgern Wissenswertes vermitteln möchte der Gemeindepädagogische Dienst (GPD) des Protestantischen Kirchenbezirks. Wie, das erläuterten im Gespräch mit Christian Hamm Sandra Zimmermann und Jürgen Jäger vom GPD.
Um 14.30 Uhr treffen wir uns in der Cafeteria der Alten Eintracht. Lotti Dietz-Groß gibt einen Überblick über City und Stadtteile, Infos über kulturelle und soziale Anlaufpunkte. Sandra Zimmermann sorgt mit Klaus Orschiedt für die Kinderbetreuung. Zimmermann: Und Jürgen Jäger wird zur kurzen Stadtführung in die Altstadt bitten. Die Infos kommen heute vom GPD-Team. Bei den nächsten Treffen ziehen wir – themenbezogen – immer Fachleute hinzu. „Leben in Lautern“ – wem möchten Sie heute Näheres darüber verraten? Zimmermann: Familien, Paare, Einzelne, egal ob aus Darmstadt oder Damaskus, aus Essen oder Eritrea, für alle, die neu in Kaiserslautern sind, bieten wir Orientierung. Jäger: Ich würde mich auf eine bunte Gruppe freuen. Etwa eine junge Familie, die im Fraunhofer arbeitet, ein Student, eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien, zwei Mädels vom Gymnasium nebenan und die ältere Dame, die neugierig ist auf die anderen und auf neue Einblicke in ihre Stadt. Weitere Einblicke werden folgen? Jäger: Am 6. März geben wir mit Alexander Pongracz von der Stabstelle Asyl Einblicke ins Rathaus. Ich möchte auch, im Frühjahr, Neu-Lauterern mal den „Betze“ zeigen, mit FCK-Verantwortlichen ins Gespräch kommen. Zimmermann: Für 20. März laden wir ein zu Osterlamm, Eiern und Hefekranz. Dazu erläutern wir, was Christen an Ostern denn überhaupt feiern. Vielleicht steuern Neubürger Ostertraditionen aus ihrer Heimat bei? Am 3. April wollen wir dann Stadtbibliothek und Volkshochschule besuchen. Wie kam es dazu? Wer hatte die Idee? Lotti Dietz-Groß hat im Frauen-Café International immer wieder festgestellt, dass die Frauen ganz allgemeine Fragen zu Lautern haben: Wo liegt das? Wie läuft dies oder das hier? Gibt es diese und jene Einrichtung? Die Fragen kamen unabhängig davon auf, ob die Frauen aus einem Ort in Deutschland oder dem Ausland herkamen. Sogar Leute, die schon lange hier wohnen, wissen oft nicht, was es wo in der Stadt so alles gibt. Und wir haben festgestellt, dass wir selbst natürlich auch nicht alles wissen. Deshalb soll „Leben in Lautern“ auch ein Austausch von „Geheimtipps“ sein. Wer kommt heute zum Treffen? Und was wird, wenn Sie allein da sitzen? Jäger: Ich bin sehr gespannt, wie viele kommen, ob sich Einheimische und deutsche Neubürger gewinnen lassen. Wenn wir heute allein sind, müssen wir morgen die Werbung verstärken. Wir meinen, dass das Format viel Potenzial für Leute unserer Stadt hat. Info „Leben in Lautern“. Heute, 14.30 Uhr, Alte Eintracht, Unionsplatz (Cafeteria).