Kaiserslautern „Asternweg“: Verein weist Vorwürfe zurück
„Ich weise die Vorwürfe entschieden zurück.“ Das sagte Katharina Dittrich-Welsh, Vorsitzende des Vereins „Asternweg“, im Zusammenhang mit der Gründung des „Helferkreises Kalkofen“, der im Geranienweg 7 eine Wohnung übernommen hat (wir berichteten am Donnerstag). Dort will der Helferkreis eine soziale Betreuung für die Bewohner des Brennpunkts Kalkofen anbieten.
Katharina Dittrich-Welsh widersprach den Vorwürfen, die der Helferkreis gegen sie beziehungsweise den Verein „Asternweg“ erhoben hat. Es habe Mitgliederversammlungen gegeben, die letzte im Dezember, weist sie eine der Klagen zurück. Allerdings sei damals kein Kassenbericht gegeben worden. Das werde bei einer Mitgliederversammlung am 22. Mai um 20 Uhr in der Gaststätte „Zum Ilse“ nachgeholt, erklärte die Vorsitzende. Gegenüber der RHEINPFALZ erläuterte sie die Finanzsituation des Vereins, der für die Sanierung des Kalkofens Spendengeld gesammelt hat. Zusammen mit der Stadt wird zurzeit der Wohnblock im Asternweg 35 saniert. Der Verein habe ein Konto bei der Lauterer Firma Kopp und Krauss über 20.000 Euro zum Verputzen des Wohnblocks im Asternweg 35. Hier müssten 700 Quadratmeter Rohbau verputzt werden, dafür suche der Verein noch eine Firma. Knapp 20.000 Euro seien ferner an eine Haustechnik-Firma in Göllheim für die Heizung bezahlt worden. Bezahlt worden seien auch 7000 Euro für Bodenbeläge in dem Block. Knapp 20.000 Euro stehen außerdem auf einem Konto bei der Stadtsparkasse. Nach ihren Worten hat der Verein weitere knapp 4000 Euro für Fenster ausgegeben, die er zum Einkaufspreis erhalten habe. Die Firma habe 30 neue Fenster, zum Teil mit Rollläden, im Asternweg 35 eingebaut. Unterstützt worden seien die Firmenmitarbeiter von Anwohnern des Kalkofens. Dittrich-Welsh verwahrte sich zudem gegen Anschuldigungen, sie beziehungsweise die Vereinsführung pöbele im sozialen Netzwerk Facebook Politiker, Stadtverwaltung oder Vereinsmitglieder an. Manchmal gehe ihr Temperament mit ihr durch, sagte sie und räumte ein, dass sie am Donnerstag den Bürgerbeauftragten des Landes zur Vermittlung mit der Stadtverwaltung angerufen habe. Die Vorsitzende erklärte ferner, dass die Facebook-Seite des Vereins momentan umstrukturiert werde, damit dort nicht mehr „solche Nebenkriegsschauplätze“ stattfinden könnten. Die Dreizimmer-Wohnung, die am Mittwoch − wie berichtet − vom „Helferkreis Kalkofen“ zur sozialen Betreuung und als Spendenausgabe eröffnet wurde, habe der Verein „Asternweg“ bei der Stadtverwaltung nicht gekündigt, sondern gegen eine Wohnung im Asternweg 33 getauscht. Diese Wohnung liege neben dem Block, der saniert werde, und werde für die Anwohner/Arbeiter zum Duschen oder Umziehen gebraucht. Hier sei die Buchhaltung untergebracht, hier würden außerdem Sponsorentreffen anberaumt. Die ursprüngliche Vereinswohnung im Geranienweg 7 sei nicht gebraucht worden, erläuterte Dittrich-Welsh weiter. Die dort angebotene Hausaufgabenhilfe sei kaum nachgefragt worden, weil fast alle Kinder ganztags in Schulen oder Kindergärten untergebracht seien. Ihr geplantes Mallorca-Projekt habe sie nicht aufgegeben, sie habe sich zwar mit ihrer Geschäftspartnerin aus privaten Gründen getrennt, doch dadurch verzögere sich das Projekt lediglich. Wie berichtet will Dittrich-Welsh auf der Mittelmeerinsel eine Art Dachorganisation gründen, die Menschen innerhalb von fünf Jahren in den ersten Arbeitsmarkt integrieren will. Dafür plant sie, eine gemeinnützige GmbH zu gründen.