Stadtleben
Anne Marie Kreckel vom DAIFC hofft auf ein gutes Vereinsjahr, nachdem Corona 2020 verhagelt hat
Zuviel hat im zu Ende gehenden Vereinsjahr abgesagt werden müssen, als dass Kreckel für das kommende allzu konkrete Pläne schmieden möchte. Die Corona-Pandemie hatte den DAIFC gleich zu Beginn an empfindlichster Stelle getroffen. Die Helfer waren noch dabei, für den traditionellen Pfennig-Basar Sachspenden entgegen zu nehmen, als dieser komplett abgesagt wurde.
Jetzt sind die Lager voll, doch der Verein kann weder Kirchen, Kitas, noch andere Einrichtungen oder auch den Studentenaustausch bedienen, die er sonst unterstützt. „Weil wir kein Geld haben“, bedauert die Eventmanagerin. Das sei traurig nicht nur für diese Einrichtungen, sondern auch für den Förderverein, der so viele eigene Reserven einfach nicht habe.
„Wir haben alles sortiert und würden auch an kleineren Märkten und Flohmärkten teilnehmen“, schildert Kreckel. Bisher habe sich aber noch nichts ergeben. Ob das gemeinsame Thanksgiving wie gewohnt stattfinden wird, kann sie beim besten Willen nicht vorhersagen und auch für die Feier zum 65. Vereinsjubiläum hat sie erst einmal nur Ende Januar als möglichen Termin festgelegt. Für einen Pfennig-Basar 2021 lässt sie sich die Hoffnung aber nicht nehmen.
Anne Marie Kreckel ist entschlossen, das friedliche Miteinander zwischen amerikanischen und deutschen Frauen und Männern so am Laufen zu halten, wie es sich über die Jahrzehnte und durch manche politische Krise hindurch bewährt habe. Die politische Schiene werde im DAIFC komplett außen vor gelassen.
Als Eventmanagerin ist ihr Anliegen, dass die Menschen auch in Corona-Zeiten wenigstens telefonisch oder durch Skype miteinander in Kontakt bleiben. Man kümmere sich darum, dass auch ältere Menschen, die kein Internet haben, nicht durchs Raster fallen. Wann, wie und wo die Interessengruppen im Club sich künftig treffen, bleibt dagegen auch für die Eventmanagerin abzuwarten. Sie ist voller Tatendrang: „Corona bremst mich aus.“