Kaiserslautern „Angebote waren nicht diskutabel“

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Mit bislang drei Warnstreiks wollen die Mitarbeiter von Opel und GKN Driveline mit der Gewerkschaft IG Metall in Kaiserslautern den Druck auf die Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde erhöhen. Gestern standen im Werk gleich zweimal die Bänder still; Früh- und Spätschicht legten für je gut eineinhalb Stunden die Arbeit nieder.

„Wir wollen das nicht“, sagt Tobias Lenhart, Vorsitzender der Vertrauenskörperleitung bei Opel und maßgeblicher Organisator der gestrigen Warnstreiks. Er ergänzt: „Aber die Angebote der Arbeitgeberseite waren nicht diskutabel.“ Die Arbeitnehmervertreter fordern in der diesjährigen Tarifrunde fünf Prozent mehr Lohn – auch für die Auszubildenden. Lenhart war gestern auch einer der Redner, neben den Betriebsratsvorsitzenden Lothar Sorger (Opel) und Markus Becker (GKN Driveline). Gestern Morgen lauschten nach IG-Metall-Angaben gut 1400 Arbeiter den Reden, am Nachmittag hofften die Verantwortlichen auf weitere 700. Lenhart sagt, dass während der eineinhalbstündigen Kundgebungen die Produktion stillsteht. Als Mitglied des Vertrauenskörpers kümmere er sich unter anderem um den Informationsfluss von der Gewerkschaft zu den Beschäftigten im Betrieb, schildert Lenhart kurz. Insgesamt seien bei Opel am Standort Kaiserslautern rund 160 Vertrauensleute im Betrieb aktiv. Nach einem ersten Warnstreik vergangene Woche in der Nachtschicht habe man dann mehr als 2300 der gut 2700 Mitarbeiter für kurzzeitige Arbeitsniederlegungen mobilisieren können, schätzt Michael Detjen, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Kaiserslautern. Das sei ein deutliches Zeichen an die Arbeitgeberseite. Heute sind außerdem Warnstreiks bei General Dynamics und bei Pfeiffer vorgesehen, sagt Detjen. Dabei sollen in den beiden Betrieben rund 300 Arbeitnehmer erreicht werden. Nach Angaben von Detjen werden die Tarifverhandlungen am 13. Mai fortgesetzt, am Tag zuvor wird in Kaiserslautern voraussichtlich noch eine größere Kundgebung vor der Stiftskirche stattfinden, kündigt Detjen an. Vorher sollen die Teilnehmer gemeinsam vom Bahnhof dorthin marschieren. (bgi)

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