Kaiserslautern An Zusammenhalt appelliert

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Für den geplanten Radweg von Weilerbach nach Otterbach auf der alten Bachbahntrasse liegt eine Machbarkeitsstudie vor. Die Weilerbacher Verbandsbürgermeisterin Anja Pfeiffer appelliert derweil an die beteiligten Gemeinden, Zusammenhalt zu zeigen und das Projekt auf den Weg zu bringen, damit Fördergelder fließen.

Auf der Trasse der früheren Bachbahn gibt es zwischen Reichenbach und Weilerbach bereits einen Radweg, nun existieren Pläne, ihn von Weilerbach bis Otterbach fortzuführen. An dem sogenannten interkommunalen Projekt sind die Landkreis-Gemeinden Weilerbach, Rodenbach und Otterbach sowie die Stadtteile Erfenbach und Siegelbach beteiligt. Federführend ist die Weilerbacher Verbandsbürgermeisterin. Die warnt nun davor, das Projekt zu zerreden, bevor überhaupt ein Förderantrag gestellt ist. Hintergrund ist vor allem das Votum des Erfenbacher Ortsbeirates, den geplanten Radweg nur von Otterbach bis zur Rotenbergstraße auf der alten Schienentrasse zu führen, für die Verbindung zwischen Erfenbach und Rodenbach reichten bestehende Wirtschaftswege als Radweg aus. Im Ortsbeirat hatte die SPD auch von einem „Radweg als Schnellweg“ und von Eingriffen in die Natur gesprochen. In Siegelbach gebe es zudem Stimmen, die sich um eine Hecke an der Schienentrasse sorgen, auch der Bund für Umwelt und Naturschutz habe Bedenken vorgebracht, etwa wegen im Schotter lebenden Eidechsen. Für derlei Überlegungen und Bedenken ist es nach Auffassung von Pfeiffer zu früh. Wichtig sei, gemeinsam einen Förderantrag auf den Weg zu bringen, über die einzelnen Abschnitte der Trasse könne dann später noch diskutiert werden. Auch die Sorgen um Eidechsen im Schotterbett könne man dann ausräumen. Der Schotter bleibe erhalten, wenn auch mit Asphalt versehen, andere Maßnahmen zum Schutz der Eidechsen könne man ergreifen. Pfeiffer betont, der Radweg solle kein Radschnellweg werden. Es gebe bereits solche Radwege, sie seien kreuzungsfrei und hätten richtiggehende Auffahrten. Das sei mitnichten angedacht. Der Radweg solle für Pendler eine schnelle Route in die Stadt sein und vor allem am Wochenende als Freizeitangebot für ganze Familien dienen. An die Adresse des Erfenbacher Ortsbeirates sagt Pfeiffer, dessen Befürchtungen könnten ausgeräumt werden. Sie sei auch gerne bereit, in dem Gremium vorstellig zu werden und das Konzept noch einmal zu erläutern. Zu bedenken gibt sie auch, dass ein Radweg auf Wirtschaftswegen mit landwirtschaftlichem Verkehr befahren sein werde. Die Machbarkeitsstudie für einen Radweg sei von einem Ingenieurbüro erstellt worden und liege in einem ersten Entwurf vor, ebenso eine Kostenschätzung. Beides hat die Verbandsbürgermeisterin an das Mainzer Wirtschaftsministerium geschickt. Dass soll nun erklären, ob das Land eine Unterstützung des Projektes anbieten kann. Als nächstes werde ein Förderantrag beim Bundesumweltministerium gestellt, der auch das Stück Radweg zwischen Otterbach und Kreuzhof beinhaltet, sagt Pfeiffer. Der könne dann neu gestaltet werden. Für modellhafte Projekte seien beim Bund Zuschüsse in Höhe von 90 Prozent zu erhalten.

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