Kaiserslautern An 13 Hotspots drahtlos ins Internet

Kostenlos und drahtlos im Internet surfen: Das soll in der Kaiserslauterer Fußgängerzone noch in diesem Sommer möglich sein. Gestern fiel der Startschuss für den Ausbau eines öffentlichen WLAN-Netzes, noch im Mai soll die Testphase beginnen.
An 13 Stellen in der Fußgängerzone werden sogenannte Hotspots eingerichtet, also Stationen, an denen man sich ins Internet einwählen kann. Diese Zugangspunkte werden in der Altstadt (Steinstraße) sowie im Stadtkern zwischen der Fackelstraße im Süden und der Spittelstraße im Norden, der Rummelstraße im Osten und Am Altenhof im Westen installiert. Schrittweise soll das öffentliche WLAN-Netz erweitert werden. So sind Hotspots am Schillerplatz, in der Fruchthallstraße gegenüber der Tourist-Info und gegenüber der künftigen ECE-Stadtgalerie geplant. Finanziert und umgesetzt wird freies WLAN in Lautern von der Stadt, den Stadtwerken (SWK) und deren Tochtergesellschaft K-net und dem Verein Zukunftsregion Westpfalz. Mit von der Partie ist auch das Rechenzentrum der Technischen Universität Kaiserslautern, das den drahtlosen Zugang in das Netzwerk Eduroam ermöglichen wird. Eduroam ist ein Netz, an das weltweit Universitäten und Forschungseinrichtungen angeschlossen sind. Dank freiem WLAN können sich künftig Studenten oder Wissenschaftler in Kaiserslauterns Innenstadt in dieses „Hochschulnetz“ einwählen. Auf 65.000 Euro bezifferten die SWK-Vorstandsmitglieder Markus Vollmer und Roland Warner gestern bei einer Pressekonferenz die Kosten für die Hotspots und den Ausbau des Glasfasernetzes – etwa 1500 Meter Leitungen werden zurzeit verlegt. Die Einwählstationen und die erforderlichen Antennen werden an Laternenmasten oder öffentlichen Gebäuden angebracht. Kostenlos sollen Bürger und Besucher das öffentliche WLAN-Netz nutzen können, wobei noch über eine zeitliche Begrenzung nachgedacht werde, sagten die SWK-Vorstandsmitglieder. Für ihre Kunden wollen die Stadtwerke nach Auskunft Vollmers ein „besonderes Angebot“ bereitstellen, dessen Details allerdings noch nicht festgelegt seien. Oberbürgermeister Klaus Weichel schrieb dem öffentlichen WLAN-Netz eine große Bedeutung zu. Es stärke den Ruf Kaiserslauterns als Technologiestandort, bringe die Region vorwärts, diene Bürgern und Gästen und ermögliche den Stadtwerken eine noch engere Kundenbindung. Der Vorsitzende des Vereins Zukunftsregion Westpfalz, Hans-Günther Clev, schrieb Kaiserslautern eine Vorreiterrolle zu. Weitere Städte in der Westpfalz sollten ebenfalls ein freies WLAN-Netz aufbauen. In Pirmasens falle bereits morgen der Startschuss, in Kusel und Eisenberg liefen Gespräche, teilte Clev mit. Wie er drückte der Leiter des TU-Rechenzentrums, Professor Paul Müller, ebenfalls die Hoffnung aus, dass auch Gastronomie und Handel freies WLAN in ihren Räumen ermöglichen werden. (hwm)