Handball
Am Samstag zählt für Dansenberg nur ein Sieg
Die Tabelle lügt nicht. Mit einer ausgeglichenen Bilanz von 12:12 Punkten rangieren die Saarländer zwischen Himmel und Hölle. Der Vorsprung auf die Abstiegsrundenteilnehmer beträgt zwei, der Rückstand auf den Tabellendritten TuS Dansenberg sechs Punkte. Es würde zum Weiterkommen reichen, falls Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen II (21:3) die reguläre Saison auf einem der beiden vorderen Tabellenplätze beschließen sollte. Saarlouis könnte den Rückstand auf die Westpfälzer im Falle eines Sieges auf vier Punkte verkürzen. Der Sprung aufs Treppchen wäre dann wieder in Reichweite.
Dass man nach der Derby-Pleite im Hinspiel auf Wiedergutmachung aus ist, steht außer Frage. In eigener Halle zogen die Grün-Weißen Mitte September mit 21:27 klar den Kürzeren. Es gibt also gute Gründe, das Spiel gegen die wechselhaften Saarländer nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, zumal diese den Großteil ihrer Punkte bislang auswärts geholt haben.
Dansenberg in der Klemme
Durch den Sieg im Nachholspiel bei der TSG Haßloch hat die formstarke SG Leutershausen (21:5) ihren Vorsprung auf den TuS Dansenberg (18:8) weiter ausgebaut. Die Schwarz-Weißen stecken nach der jüngsten Pleite gegen Kellerkind TV Germania Großsachsen sprichwörtlich in der Klemme, denn direkt dahinter lauert schon die SG Pforzheim-Eutingen (17:7), die nur auf einen weiteren Ausrutscher der ambitionierten Westpfälzer wartet. Eine Heimniederlage ist also keine Option, wenn die Mannschaft von Trainer Kai Christmann ihr Saisonziel nicht gefährden will. Zehn bärenstarke Minuten waren beim 29:31 in Großsachsen zuletzt zu wenig, um etwas Zählbares zu holen. Christmanns Mut zum Risiko, im Angriff den Torhüter ab Mitte der zweiten Halbzeit zugunsten des siebten Feldspielers aufzulösen, wurde nicht belohnt. „Das war keine Notlösung, wir haben das 15 Minuten lang erfolgreich gespielt. Die offene Abwehr war nicht das Problem, es lag mal wieder an der Chancenverwertung“, stellte der Trainer klar.
Der schnelle Linksaußen
Nach fünf ungeschlagenen Spielen in Folge riss die Serie der HG Saarlouis im Heimspiel gegen die SG Pforzheim-Eutingen, das mit 25:26 denkbar knapp verloren ging. Mit dem luxemburgischen Nationalspieler Tommy Wirtz verfügen die Saarländer über einen international erfahrenen Spieler. Der schnelle Linksaußen Wirtz führt die Torschützenliste der Staffel F mit 93 Toren an. Auch Spielmacher Lukas Hüller (40 Tore), Marcel Becker (35), Tom Peatow (28) und Marco Grgic (27), wissen, wo das Tor steht. „Spielerisch kommt da vor allem im Angriff einiges auf uns zu, auch was das Tempo und die Bewegungsfreude angeht. Saarlouis würde sicherlich weiter oben stehen, wenn sie vom Verletzungspech verschont geblieben wären. Im Hinspiel sind wir als Mannschaft aufgetreten, daran gilt es anzuknüpfen“, fordert Christmann. Hinter dem Einsatz von Torben Waldgenbach, der sich an der Wade verletzt hat, steht noch ein kleines Fragezeichen.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Gercar/Huber (Tor), Rose, Claussen, Röller, Bösing, Dettinger, Timo Holstein, Serwinski, Rebelo, Kiefer, Egelhof, Guden, Waldgenbach (?)