Kaiserslautern Alle sind tatkräftig mit von der Partie
Drei Kerwetage sind in Reichenbach am vergangenen Wochenende über die Bühne gegangen: mit Musik, deftigem Essen, viel Arbeit und einer gehörigen Portion Toleranz.
Organisiert wird die Kerwe von einem achtköpfigen Team, das sich aus Vorstandsmitgliedern und zwei Jugendvertretern des Kerwevereins Reichenbach ’09 zusammensetzt. Dieser wurde aus der Taufe gehoben, um die Tradition nicht untergehen zu lassen. „Jeder hat seinen Schwerpunkt, aber wir arbeiten alle zusammen“, erzählen Manuel Schwörer und Ann-Kathrin Kaiser. Sie stehen an vorderster Front des vor acht Jahren gegründeten Kerwevereins, der seitdem zu den fröhlichen Tagen ruft. Die Aufgaben, die vom Engagieren der Musiker über das Erfüllen gesetzlicher Aufgaben, dem Kuchenverkauf oder dem Bewerben der Veranstaltung bis hin zu den Helferschichten reichen, sind unter den acht Ausschussmitgliedern aufgeteilt. Zudem unterstützt der Verein auch die Straußjugend beim Kauf der Bänder und die wiederum revanchiert sich tatkräftig. „Die Straußjugend bringt vor allen Dingen die Manpower mit“, erzählt Ann-Kathrin Kaiser, die am späten Samstagnachmittag mit Schwörer Hand an die letzten Aufbauarbeiten legt, damit die Sause am Abend bei Rock- und Stimmungsmusik steigen kann. Gefeiert wird auf dem Dorfplatz im Freien und in einem großen Zelt, das der Kerweverein mit den Einnahmen Zug um Zug angeschafft hat. Hier wird am Sonntagmorgen der ökumenische Gottesdienst abgehalten, der Besucher jeden Alters anzieht – das liegt den Veranstaltern am Herzen. Dann sind da noch der Getränkeausschank, das Spülen, der Kuchenverkauf und eine Bonkasse, die die Vereinsmitglieder unter sich haben. Aufgebaut ist außerdem eine Bühne für die Livemusik und ein Schausteller ist mit Kinderkarussell, Schießstand und Messekonditorei vorgefahren. Am Sonntagmittag bietet der Imbiss Krustenbraten an, bevor der Umzug mit Straußjugend, dem Traktorverein aus Fockenberg-Limbach und dem Musikverein Kollweiler eintrifft. Nach dem Stecken des Straußes und der Rede geht es mit Musik und den „Drei Erschde“ weiter. Auch für den Montag ist Musik vom Frühschoppen bis in den Abend geplant. Die Vereinsvertreter wissen, dass die bunten Tage ohne die Unterstützung von Vereinen, Firmen, Straußjugend und den zahlreichen Helfern nicht zu stemmen wäre. Sie schätzten auch die Toleranz der Anwohner, die Fünfe auch mal gerade sein lassen, wenn es in der Nacht lauter zugeht oder am Morgen nicht alles picobello ist. „Das ist nicht selbstverständlich“, loben sie.