Bogenschießen RHEINPFALZ Plus Artikel Alle drei Westpfälzer Teams halten die Oberliga

Das Team TFC Kaiserslautern II beendet die Pfalzliga auf Rang drei.
Das Team TFC Kaiserslautern II beendet die Pfalzliga auf Rang drei.

Der Rundenkampf in der Bogen-Oberliga der Recurveschützen bietet beim großen Show-down in der Burgherrenhalle Hohenecken reichlich Unwägbarkeiten.

Nicht für die Pfeile, die fliegen munter gegen die Scheiben, und auch nicht direkt für die Sportlerinnen und Sportler. Obwohl, zumindest beim SV Bruchmühlbach II wird immer mal wieder im Livestream zur 3. Bundesliga, offiziell als Regionalliga bezeichnet, geschaut. Dort ist zur gleichen Zeit in Riegel die erste Mannschaft am Start und die Runde lief bislang nicht so gut. Halten die Vereinskollegen die 3. Liga oder steigen sie ab, müssen runter in die Oberliga?

„Wenn das passiert, wird Bruchmühlbach II zwangsabgestiegen“, erläutert Thorsten Hollerith, Rundenkampfleiter beim Pfälzischen Schützenbund, ein Szenario, das keiner will. Zwei Mannschaften in einer Liga, das geht halt nicht. Soweit vorab, der SV Bruchmühlbach I bleibt in der 3. Bundesliga, der Klassenerhalt, er steht am Nachmittag fest.

Acht Pfälzer Teams

Zeit, sich ein bisschen mehr auf das Geschehen in der Oberliga in der vom ausrichtenden TFC Kaiserslautern bestens dafür präparierten Burgherrenhalle zu kümmern. Dort tummeln sich acht Pfälzer Teams gleichzeitig an der Schießlinie. Mit dabei drei Westpfälzer, neben Bruchmühlbach II der SV Schopp und das Team vom TFC Kaiserslautern I, alle bislang im Mittelfeld der Liga mit dabei. Steckt der TFC die Doppelbelastung, als Ausrichter des Finaltags und als Sportler an der Schießlinie zu stehen, weg? Immerhin galt es, am Vormittag schon das Pfalzligateam durch deren Finale zu bringen. Da war die zweite TFC-Mannschaft bereits am Start, hat sich mit einer super Tagesleistung von 1485 Ringen auf den Bronzeplatz unter den acht Mannschaften katapultiert. Am Nachmittag also nun die Oberliga mit ebenfalls acht Mannschaften, vielen Freunden, lustigen Maskottchen und stimmgewaltigen Fans, die natürlich auch bewirtet werden wollen.

Helfer gibt es jedenfalls reichlich, die Organisation, sie läuft super, und auch das Team um Teamkapitän Alexander Stein, der in die ersten Matches mit Christian Hupf, Michelle Utzinger und Michael Flickinger startet, kommt gut rein ins Geschehen, holt gegen die Freunde vom SV Schopp gleich mal ein Unentschieden.

Einfach nur die Liga halten

Schopp will laut Ines Krehbiel, eine der Stützen im Team, nicht mehr und nicht weniger als in der Oberliga bleiben. „Bei uns sind welche dabei, die arbeiten Schicht, da sind weite Anreisen, wie sie bei der Regionalliga zu bewältigen sind, kaum zu stemmen“, zeigt sich Krehbiel realistisch, was für ihren Verein überhaupt machbar ist und was nicht.

Dass die Oberliga für die Schopper sehr gut machbar ist, beweisen sie in der Burgherrenhalle. Nach zwei siegreichen Duellen, darunter das gegen den SV Bruchmühlbach, zwei Unentschieden und am Ende dann doch drei Niederlagen beendet der SV Schopp die Hallenrunde auf Rang vier.

Der SV Bruchmühlbach sichert sich zum Saisonende Platz fünf, kommt zwischendurch gegen die TG Waldsee allerdings ordentlich unter Druck, fängt er sich doch im ersten Satz ein 42:56 ein. 60 Teampunkte sind jeweils drin, da tun 42 schon weh. Guido Kurz, Routinier der Mannschaft, winkt ab, sagt, „das wird schon!“ Er sollte recht behalten. Nicht unbedingt gegen Waldsee, die weisen Bruchmühlbach ordentlich in die Schranken und stehen als Tabellenführer direkt in der Relegation zum Fahrstuhl hoch in die 3. Bundesliga. Für Bruchmühlbach gibt es Siege gegen Kandel und Worms und auch das letzte Match des Tages, das gegen den TFC Kaiserslautern bestritten wird, es geht nach 6:2 Satzpunkten an Bruchmühlbach.

Kräftezehrender Wettkampf

Die noch recht junge Bogenabteilung des TFC Kaiserslautern behauptet sich am Ende eines kräftezehrenden letzten Wettkampftages mit zwei Siegen, vier Niederlagen und zwei Unentschieden dann doch noch auf Tabellenplatz sechs. Dahinter die Teams Kandel und Worms-Pfeddersheim, die nun in die Relegation gegen die beiden besten Teams aus der Pfalzliga (Mechtersheim und Hatzenbühl) müssen. Ob es die Lauterer auch noch in irgendeiner Form trifft, ist noch so eine der Unwägbarkeiten der verschiedenen Ligen, wer kommt von oben runter und in welche Oberliga muss er?

Laut Rundenleiter Thorsten Hollerith gibt es fünf Oberligen, neben der Pfalz, dem Saarland, Baden Nord, Baden Süd und Württemberg. Jeweils die Ersten der Oberliga treffen sich am 14. März zum Aufstiegskampf hoch in die 3. Bundesliga. Mit dabei auch die drei besten Zweitplatzierten aus den Oberligen und die zwei Letzten aus der 3. Liga. Das sind Saarwellingen und Geislingen.

Bei allem Hin- und Herrechnen, die Bogenschützen des TFC Kaiserslautern werden auf Platz sechs wohl auch in der nächsten Hallensaison in der Oberliga bleiben.

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