Kaiserslautern Aktionstag für alternative Mobilität am Bremerhof punktet mit Beratung
Die Mobilitätswende ist in vollem Gang. Oder wie es Uwe Hofmann, einer der drei Geschäftsführer der veranstaltenden Firma Motiv, ausdrückt: „Es ist viel Bewegung im Markt.“ Grund genug also, die lokalen Akteure zusammenzubringen, um den aktuellen Stand der Technik zu präsentieren. Hofmann sieht den Elektroantrieb dabei nur als einen von mehreren Bausteinen, die Verkehrswende tatsächlich auch nachhaltig zu gestalten: „Das Teilen oder Mieten wird eine große Rolle spielen.“
Das Interesse für dieses Thema ist durchaus vorhanden, wenngleich die Besucherzahlen etwas hinter den Erwartungen der Veranstalter blieben. Die, die gekommen sind, waren für das Thema offen, ließen sich beraten und hatten bei Probefahrten die Möglichkeit, sich das Auto oder Fahrrad der Zukunft genauer anzuschauen. Die Aussteller nahmen sich Zeit für die Besucher und punkteten im Dickicht der Förderungen und gesetzlichen Vorgaben mit geduldiger Beratung.
Spendenaktion für „Mama/Papa hat Krebs“
Beim Aktionstag wurden aber nicht nur die Fortbewegungsmittel der Zukunft präsentiert, sondern auch fleißig Geld für die Aktion „Mama/Papa hat Krebs“ gesammelt. Für Bastelarbeiten aus Recyclingmaterial konnten Besucher freiwillig spenden. Gleichzeitig hat der Veranstalter, ein Bildungsträger aus Kaiserslautern, auf seine Arbeit aufmerksam machen können.
Denn: Unterstützt vom Europäischen Sozialfond (ESF) sind im Rahmen der Initiative „Future and Nature“ (FaN) bis zu 30 junge Projektteilnehmer in die Vorbereitungen des Aktionstages eingebunden gewesen, wie Trixi Bachmann, neben Hofmann und Stefanie Pastorek die dritte Geschäftsführerin von Motiv, im RHEINPFALZ-Gespräch erläuterte.
In Vorbereitung auf eine Ausbildung oder einen Job werden bei Motiv junge Menschen bis 30 Jahre geschult, gefördert und qualifiziert. Und ein bisschen auch auf das Leben vorbereitet, denn neben der beruflichen Weiterbildung werden im Unterricht Themen wie Gesundheit, Fitness, der Umgang mit Geld und der Kontakt mit Behörden behandelt. Deutlich mehr als 1000 Absolventen zählte der Bildungsträger bisher. Wie wichtig diese Arbeit ist, betont Trixi Bachmann: „In der Berufswelt muss ein Umdenken einsetzen, ein Studium ist schließlich nicht alles.“
Und Umdenken müssen auch Städteplaner, Verkehrsexperten und Autofahrer, soll die Mobilitätswende auch tatsächlich gelingen. Der Aktionstag auf dem Bremerhof kann hier nur ein erster kleiner Schritt sein.