Handball Achte Niederlage im neunten Spiel für TuS II

Stand überraschend für das Oberligateam des TuS zwischen den Pfosten: Markus Seitz.
Stand überraschend für das Oberligateam des TuS zwischen den Pfosten: Markus Seitz.

Im Kellerduell der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar musste sich der TuS Dansenberg II am Samstag bei der HSG Nahe-Glan mit 24:30 (11:14) klar geschlagen geben. Durch die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt hat sich die Lage der Perspektivmannschaft weiter verschärft.

Es war die achte Niederlage im neunten Spiel für die Mannschaft von Trainer Sebastian Wächter, die nun seit Mitte September auf den zweiten Saisonsieg wartet. Bis zur Winterpause stehen noch fünf Spiele an, darunter das richtungsweisende Heimspiel gegen die ebenfalls von großen Abstiegssorgen geplagte HSG Worms, die am Sonntag (18 Uhr) ihre Visitenkarte in der Westpfalz abgibt. Die Nibelungenstädter haben vor wenigen Wochen ihren Kapitän und Toptorschützen Luca Steinführer an die Drittligamannschaft der Dansenberger verloren und taumeln seither dem Abstieg entgegen.

Bei der zuvor punktgleichen HSG Nahe-Glan konnten die Schwarz-Weißen das Spiel vor dem Seitenwechsel lange offen gestalten (1:2/8:7/11:9). Kurz vor der Pause gelang es den Hausherren erstmals, sich auf vier Tore abzusetzen. Die HSG war fortan die spielbestimmende Mannschaft und ließ die Westpfälzer nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Nach einem Doppelschlag von Yannik Kötz und Jannik Grunau zum 18:20 (42.) witterten die Gäste kurz noch einmal Morgenluft, der Anschlusstreffer aber wollte nicht fallen. Die Hausherren zogen auf 25:19 (50.) davon und brachten ihre komfortable Führung souverän über die Zeit. Die meisten Tore beim TuS gingen auf das Konto von Maximilian Dettinger (5/2).

„Ein gebrauchter Tag“

„Die Niederlage schmerzt schon sehr. Wir haben es weder vorne noch hinten geschafft, den richtigen Zugriff zu bekommen. Der Gegner wollte es einfach mehr, es war ein gebrauchter Tag für uns. Es kann jetzt nur noch besser werden“, urteilte Routinier Christopher Seitz, dessen Bruder Markus Seitz überraschend zwischen den Pfosten stand. Obwohl der ehemalige Drittligatorwart nach über einem halben Jahr ohne Spielpraxis überragend hielt und zahlreiche Bälle abwehrte, konnte er die bittere Niederlage nicht verhindern.

„Einstellung, Motivation und Aggressivität haben komplett gefehlt. Die Mannschaft war nicht dazu bereit, den Kampf anzunehmen. Die Körpersprache hat bei keinem einzigen Feldspieler gestimmt, es war eine Katastrophe“, kritisierte TuS-Coach Sebastian Wächter. Dass bei dem Spiel kein Harz verwendet werden durfte, wollte der Trainer nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir haben ohne Harz trainiert, da lief der Ball trotzdem gut. Ich bin einfach nur sprachlos. Im Training und gegen Worms erwarte ich von der Mannschaft eine Reaktion.“

So spielten sie

TuS Dansenberg II: M. Seitz (Tor), Dettinger (5/2), Kötz (4), Kölsch (3), Bechtel (3/2), Hofmann, Kurz, C. Seitz (je 2), Grunau, Wächter, Theuer (je 1), Flesch, Linnenbach

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