Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel ACC-Ansiedlung und Fachkräftesuche: Es braucht einen gemeinsamen Plan für die Westpfalz

In der Fabrik in Kaiserslautern werden Fachkräfte gebraucht – aber finden die in der Region, was sie sich vorstellen?
In der Fabrik in Kaiserslautern werden Fachkräfte gebraucht – aber finden die in der Region, was sie sich vorstellen?

Die Batteriezellfertigung ist ein Glücksfall für die Westpfalz – und gleichzeitig ihre größte Herausforderung.

Die Verantwortlichen von ACC sprechen im Zusammenhang mit der Batteriezellfertigung in Kaiserslautern gerne von der „Gigafactory“. Tatsächlich sind die Ausmaße der Hallen enorm, ebenso die Produktionsziele. Geht es nach der Kaiserslauterer Wirtschaftsförderung, werden sich noch etliche Betriebe rund um das ACC-Werk ansiedeln und ebenfalls Tausende Arbeitsplätze schaffen.

Wohnungsmarkt angespannt, kaum Kitaplätze

Mindestens genau so beeindruckend sind die Herausforderungen, vor denen ACC und die Kommunen in der Westpfalz nun stehen. Allen voran natürlich Kaiserslautern. Ein Beispiel: der Wohnungsmarkt. In der Stadt oder dem nahen Umland eine Wohnung oder gar ein Eigenheim zu finden, ist aktuell ziemlich schwierig. Der Wohnungsmarkt ist extrem angespannt, Neubaugebiete gibt es derzeit keine. Für Facharbeiter, die in die Westpfalz ziehen wollen, sind das keine guten Aussichten. Von einem Kindergartenplatz nicht zu reden ...

Erste Gespräche zwischen ACC und Verantwortlichen der Stadt gab es. Doch statt jede Kommune ihr eigenes Süppchen kochen zu lassen, braucht’s für die Westpfalz einen gemeinsamen Plan, damit sie für (junge) Fachkräfte eine Alternative zu angesagten Ballungszentren oder Großstädten wird. Wenn das Drumherum nicht stimmt, kann die Fabrik noch so „giga“ sein – es werden schlicht nicht genügend gut ausgebildete Arbeitskräfte kommen. Oder sie pendeln nur ein, was der Westpfalz wenig hilft.

Mehr zum Thema
x