Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Abstiegskampf: TuS Dansenberg empfängt die HSG Krefeld Niederrhein

Torgefährlich: Frano Vujovic (am Ball). Sein Ausfall für den Rest der Runde wäre bitter für Dansenberg.
Torgefährlich: Frano Vujovic (am Ball). Sein Ausfall für den Rest der Runde wäre bitter für Dansenberg.

Der TuS Dansenberg steht vor dem vorletzten Heimspiel in dieser Saison mit dem Rücken zur Wand. Es ist zu befürchten, dass dies vorläufig eines der letzten Drittligaspiele der Mannschaft von Trainer Theodores Megalooikonomou sein könnte. Gegner HSG Krefeld Niederrhein steht als Vizemeister fest und probt nun für die Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga.

Im vorletzten Heimspiel der Saison empfängt der TuS Dansenberg am Samstag (20 Uhr) den Tabellenzweiten HSG Krefeld Niederrhein. Ob es eines der vorläufig letzten Drittligaspiele sein wird, hängt maßgeblich vom Ausgang der Partie ab. Eine weitere Niederlage würde die Chancen der Schwarz-Weißen auf den Klassenerhalt jedenfalls auf ein Minimum sinken lassen.

Der Blick auf die Tabelle verheißt drei Spieltage vor dem Ende der Saison nichts Gutes für die Mannschaft von Trainer Theodoros Megalooikonomou, für die sich die Situation nach der jüngsten Niederlage im Kellerduell bei der HSG Friesenheim-Hochdorf II weiter verschärft hat. Der Rückstand auf den pfälzischen Rivalen beträgt jetzt sechs Punkte, die Chance, ihn auf zwei zu verkürzen, wurde aufgrund einer schwachen Offensivleistung vertan.

Im Hinspiel teuer verkauft

Beim Stand von 16:17 (48.) hätte das Momentum zugunsten der stark verteidigenden Westpfälzer kippen können, auch acht Minuten vor dem Ende war noch alles drin, als Henrik Walb zum 19:21 (52.) traf. Schlussendlich war der Ausfall das kampfstarken Frano Vujovic und die frühe Auswechslung des angeschlagen in die Partie gegangen Routiniers Jan Claussen nicht zu kompensieren. Ob Vujovic in dieser Saison nochmal zum Einsatz kommen wird, ist mehr als fraglich. Der Kroate wurde eine Woche zuvor im Heimspiel gegen die HG Saarlouis mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ausgewechselt.

Selbst in Topbesetzung müssten sich die Dansenberger am Samstag erheblich strecken, um gegen die bereits jetzt schon als Vizemeister feststehenden Krefelder etwas mitzunehmen. Der Rückstand der HSG (45:9) auf den TuS Ferndorf (53:1) beträgt acht Punkte und ist somit nicht mehr wettzumachen.

Krefeld hat die Aufstiegsrunde fest im Blick

Der Vorsprung auf Rang drei beträgt sieben Punkte. Darauf hoffen, dass das Team vom Niederrhein die Saison in den letzten drei Spielen ausklingen lassen wird, sollte man beim TuS Dansenberg lieber nicht. Krefeld hat die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga fest im Blick und präsentierte sich beim jüngsten 35:28-Erfolg gegen den Tabellenfünften HSG Hanau vor allem in der zweiten Halbzeit formstark.

„Das war heute ein schweres Spiel, nicht zuletzt, weil Hanau durchweg sieben gegen sechs gespielt hat. Dadurch wird ein Spiel langsam. In der Abwehr haben wir unsere Aufgaben gut lösen können, nur haben wir einige Male das leere Tor nicht getroffen. Das hat uns vorne unsicher gemacht, weil uns der Druck gefehlt hat. Wichtig ist, dass wir mit Blick auf die Aufstiegsrunde in solchen Spielen nicht aufhören, um Ballgewinne zu kämpfen. Das hat funktioniert. Am Ende war es ein deutlicher und ich denke auch verdienter Sieg“, analysierte Trainer Mark Schmetz.

Happiges Restprogramm

Bei der 31:35-Niederlage im Hinspiel verkauften sich die Dansenberger teuer. Obgleich sie früh mit 2:9 (11.) im Hintertreffen lagen und diesem Rückstand fortan vergeblich hinterherliefen, stimmte vor allem die kämpferische Leistung. Angesichts des happigen Restprogramms, das drei Spiele gegen Mannschaften aus den Top-Sieben der Liga bereithält, wird es für den TuS Dansenberg auch nur über den Kampf gehen, wenn er seine Minimalchance im Kampf gegen den Abstieg bis zum letzten Spieltag wahren will.

Fest steht schon jetzt: Aus eigener Kraft wird das Ziel nicht mehr zu erreichen sein.

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