Kaiserslautern Abschlussquote bei 80 Prozent
„Hätte sich die Veranstaltung zur Semestereröffnung am Samstagvormittag an Präsenzstudierende der Technischen Universität Kaiserslautern gerichtet, wäre das Audimax nicht so gefüllt gewesen“, sagte Professor Norbert Wehn, Vizepräsident für Studium und Lehre. Da es sich jedoch um eine Kick-off-Veranstaltung für Erstsemester des Distance and Independent Studies Center (DISC), dem Fernstudienzentrum der TU handelte, war der Hörsaal brechend voll.
Auf die Frage von Wehn, wer von den Teilnehmern nicht aus Rheinland-Pfalz stamme, ertranken die Landeskinder in der Flut erhobener Arme der aus zahlreichen Bundesländern nach Kaiserslautern angereisten bildungshungrigen Erwachsenen. Locker, ansprechend und informativ verstanden es Wehn und Professor Rolf Arnold, Leiter des DISC, den Fernstudierenden die Region, die Universität und das DISC als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU vorzustellen. Im Zentrum Europas gelegen, von wo aus man mit dem ICE schnell mal eine Tagestour nach Paris unternehmen könne, sei die Universität 1970 ursprünglich als Doppeluniversität Kaiserslautern/Trier gegründet worden, sagte Wehn. 120 Studiengänge, 14.347 Studierende, 200 Professoren und ein Haushalt von 153 Millionen Euro kennzeichneten die TU als eine mittelgroße Hochschule. Neben einer Auszeichnung für eine exzellente Lehre zeichne sich die TU durch die Dichte der Forschungsumgebung aus, verwies er auf renommierte Einrichtungen wie drei Fraunhofer-Institute, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, das Max-Planck-Institut und das Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik. Angesichts eines „Informations-Tsunamis“ komme dem Lernen heute eine besondere Bedeutung zu, setzte Wehn auf ein lebenslanges Lernen, neue Lehr- und Lernformen sowie das Lernen, Veränderungen zu verstehen. „Kehren Sie als Botschafter der TU wieder in ihre Städte zurück und werben sie für ein Präsenzstudium in Kaiserslautern. Es lohnt sich!“, so der Vizepräsident. Arnold verwies auf die seit 1992 wachsenden Erfolge des Weiterbildungszentrums an der TU. Als Fernstudienanbieter an einer Präsenzuniversität habe das DISC bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal. Als beachtlich wertete Arnold, dass sich ein Fernstudium unter den Teilnehmern herumgesprochen habe. Lernen heiße die Vernunft stärken, dabei helfe die Wissenschaft, zu einer größeren Vielfalt zu kommen. Obwohl die Pfälzer historisch sehr nüchtern dargestellt würden, seien sie aufgeschlossen, weil sie seit Hunderten von Jahren mit Neuerungen konfrontiert worden seien, erinnerte er auf die Auswirkungen von Wanderbewegungen. Geschäftsführer Markus Lermen vermittelte einen Einblick in die Arbeitsweise des DISC und ermutigte die Teilnehmer, ihr Studium von zwei bis sechs Semestern erfolgreich abzuschließen. Bei einer Abschlussquote von 80 Prozent könnten sich die Erfolgsaussichten sehen lassen. Unter den insgesamt 4138 Fernstudierenden zum Wintersemester 2015/16 haben sich 1301 Studenten in den Fachgebieten Human Resources, Management & Law sowie dem Bereich Science & Engineering eingeschrieben. (jsw)