Kaiserslautern Ab und zu was Neues und die alte Qualität

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Etwas Neues, aber auch viel Vertrautes machten am Wochenende das jüngste „Rock am Turm“-Event zu einem zünftigen Ereignis im brechend vollen Areal unter dem namensgebenden Schlauchturm auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr in Landstuhl.

Das Neue bei der zum 21. Mal stattfindenden Konzert-Nacht waren die beiden Bands Katana und Impact, die zum ersten Mal auf der technisch gut ausgestatteten Bühne agierten. Die Coverbands fügten sich qualitativ nahtlos in die lange Reihe der bei den bisherigen Auflagen schon aufgetretenen Ensembles ein – darunter Brass Machine und Snailshouse. Und das war dann auch das Vertraute: Mit sauberer Spieltechnik, Publikumsnähe und einem ansprechenden Programm sowohl aus bekannten Klassikern als auch Stücken neueren Datums ließen es die beiden regionalen Größen wie früher schon ihre Vorgänger ordentlich krachen. Bis weit in den neuen Tag hinein sah man offenkundig zufriedene, ausgelassen feiernde, vielfach direkt vor der Bühne tanzende Fans. Den Einstieg in die lange Nacht übernahm das sich in neuer Besetzung zeigende Septett Katana. Auf einer von Tim Schoon (Gitarre), Patrick Berndt (Bass/Gesang), Nils Sievers (Schlagzeug) und Philipp Becker (Keyboards) breit angelegten instrumentalen Basis konnten die Vokal-Routiniers Jenny Mohne, Felix Penna und Frederik Froeßl aus sich herausgehen. Dabei hielt sich die junge, aber schon gut etablierte Gruppe weitgehend an die Vorlagen wie „I Love Rock ’n’ Roll“ und „Simply The Best“, interpretierte dann aber auch schon mal recht reizvoll in Richtung eigene Vorstellungen. Wer die Band nicht weit entfernt und schon bald noch einmal live erleben möchte, hat beim nächsten Landstuhler Stadtfest im September Gelegenheit dazu. Bei eben jenem Stadtfest schon im vergangenen Jahr dabei war die zweite, in der Region gut bekannte, Gruppe des Abends. Die seit 2000 aktive Band Impact intonierte ihrer Erfahrung wegen locker und doch stimmungsvoll-intensiv ihre abwechslungsreichen Titel von „I Want It All“ bis „Westerland“ – und noch ein gutes Stück darüber hinaus. In vorderster Linie agierte der vokal stark präsente Sänger Alexander Grant, dahinter als sichere Stützung Fred Gley und Manuel Haselbach (beide Gitarre und Gesang), Matthias Theis am Keyboard, Dirk von Ehr am Bass und Martin Burkhardt hinterm Schlagzeug. Das war eine unermüdliche Partystimmungs-Maschine, die das Publikum sicher im Griff hatte. Ab und zu etwas Neues, dazu bekannte Qualität – so kann es weitergehen. Einst aus kleinen Anfängen heraus mit gerade mal 200 Besuchern entstanden, ist das „Rock am Turm“-Ereignis mittlerweile zu einer festen Größe im sommerlichen Konzertangebot der Region geworden. Auch diesmal war eine Fan-Schar aufs Gelände geströmt, deren Zahl weit in den vierstelligen Bereich ging. Angesichts des Publikumszuspruchs, der Stimmung und der musikalischen Qualität zeigte sich der Veranstalter erfreut. „Wir sind sehr zufrieden“, erklärte Wolfgang Fromkorth, der zusammen mit Paul Goldinger das Event organisiert hatte. Da ist es keine Frage, dass auch schon wieder fürs nächste Mal vorgeplant wird. Denn sobald ein aktuelles Konzert über die Bühne gegangen ist, wird bereits das nächste mit viel Engagement in Angriff genommen. Da darf man auf den Sommer 2015 gespannt sein. (kel)

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