Fußball
A-Klasse-Hit im Sportpark Rote Teufel: FCK-Portugiesen gegen ASV Winnweiler
In diesem aufregenden Titelkampf spielen aber nicht nur die beiden oben genannten Teams eine Hauptrolle. Auch der SV Katzweiler mischt noch kräftig mit. Der Tabellenzweite hat ebenso wie die FCK-Portugiesen 73 Punkte auf dem Konto und wird alles daransetzen, um am Samstag (17 Uhr) in der Heimpartie gegen den SV Gundersweiler mit einem Sieg seine Titelchancen zu wahren.
Klar, dass die Portugiesen sich Schützenhilfe vom Tabellenfünften erhoffen. „Wir haben die Hoffnung, dass Gundersweiler alles raushaut und Katzweiler schlägt“, sagt Marcio da Silva, der sportliche Leiter der FCK-Portugiesen. Würde sich diese Hoffnung erfüllen, dann könnte sein Team gegen den ASV die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga klarmachen. „Der Aufstieg wäre der Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte“, sagt Marcio da Silva und blickt voller Zuversicht dem Duell mit dem ASV entgegen.
Spektakuläres Hinspiel
Noch in bester Erinnerung ist bei ihm das Hinspiel. In einem spektakulären Spitzenspiel besiegten die Portugiesen damals den ASV mit 7:4 und starteten damit eine imposante Siegesserie. So gewannen sie die 13 danach folgenden Partien. Dabei reihten sie einen Kantersieg an den anderen und demonstrierten ihre Stärke. „Beim 7:4 in Winnweiler haben wir ein tolles Spiel gezeigt“, erinnert sich da Silva, erwartet aber am Samstag ein „komplett anderes Spiel“. Der sportliche Leiter weiß, dass es seine Mannschaft mit einem Gegner zu tun bekommt, der viele torgefährliche Stürmer in seinen Reihen hat. „Aber wir sind schwer aus der Ruhe zu bringen“, betont da Silva und fügt selbstbewusst an: „Unsere Jungs wissen, was sie können.“ Wer das Spitzenspiel am Samstag gewinnen wird, daran besteht für ihn kein Zweifel. „Wir schlagen den ASV Winnweiler mit 3:1.“ Aber auch wenn den FCK-Portugiesen das gelingen sollte, könnte die Saison für sie noch nicht zu Ende sein. Denn sollte auch Katzweiler gewinnen, dann käme es zu einem Entscheidungsspiel um die Meisterschaft.
Beste Offensive der Liga
Ein Auswärtscoup bei den FCK-Portugiesen und dem ASV Winnweiler wäre die Vizemeisterschaft sicher - der direkte Wiederaufstieg über die Relegation ist also weiter möglich. Es wäre Balsam auf die durch drei Abstiege binnen fünf Jahren geschundene Vereinsseele. Mit 152 erzielten Toren stellen die Donnersberger die beste Offensive der A-Klasse – für gut zwei Drittel der Treffer sorgten Ricki Schander (33), Spielertrainer Waldemar Schneider (32), Lewin Heimsoeth (26) und Srdjan Savic (17). Letzterer wird am Samstag definitiv ausfallen, und hinter dem Einsatz von Schneider steht ein dickes Fragezeichen. „Ich muss beim Aufwärmen entscheiden, ob es irgendwie Sinn macht“, so Winnweilers 35-jähriger Coach, der seiner Mannschaft seit Mitte April aufgrund einer Schambeinverletzung auf dem Feld nicht mehr helfen kann.
Eine kompakte Hintermannschaft
Ohne Schneider, den begnadeten Techniker, unterlag der ASV zweimal gegen den SV Katzweiler – im Rückspiel und im Pokal. Unabhängig von seinem Mitwirken ist der zweifache Familienvater guter Dinge, auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Rote Teufel mit seinem Team bestehen zu können: „Auch wir können den Ball laufen lassen und haben unsere Qualitäten. Wir dürfen keine Angst haben, uns nicht verstecken und uns keine leichtfertigen Ballverluste oder individuelle Fehler erlauben.“ Sonst kämen die FCK-Portugiesen um Toptorjäger Janik Abreu (39 Saisontreffer) ins Rollen – wie beim 7:4-Hinspielsieg am Rauhen Weg. Die Tatsache, dass sich die Portugiesen auch auf eine kompakte Hintermannschaft verlassen können, „macht die Aufgabe natürlich nicht leichter“, so Waldemar Schneider. Mit nur 29 Gegentoren stellt der aktuelle Spitzenreiter um Ex-Profi Ricki Pinheiro mit Abstand die beste Defensive der Liga und spielte gleich 15 Mal zu null. Aber die 134 Ligatore können sich auch sehen lassen. Nur ein einziges Mal gaben die Lauterer zu Hause Punkte ab – Mitte November vergangenen Jahres unterlagen sie dem SV Otterberg mit 0:3.