Kaiserslautern „50 000 danken für diese Freundschaft“

Betont die enge Verbindung zwischen Deutschen und Amerikanern: David Sirakov, Direktor der Atlantischen Akademie.
Betont die enge Verbindung zwischen Deutschen und Amerikanern: David Sirakov, Direktor der Atlantischen Akademie.

Mit einem Festakt im Deutschordensaal der Kreissparkasse haben Vertreter des Landes und von Kommunen mit Angehörigen des US-Militärs am Samstag jener deutschen Einwanderer gedacht, die am 6. Oktober 1683 in der Nähe von Philadelphia „Germantown“ gegründet haben. Ex-US-Präsident Ronald Regan hatte den Tag vor 35 Jahren zum German-American Day erklärt.

Eingeladen hatten die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz mit ihrer Initiative „Willkommen in Rheinland-Pfalz“, das Docu Center Ramstein und der Deutsch-Amerikanische und Internationale Frauenclub (DAIFC). Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch das Kaiserslautern High School Ensemble. Dieser Gedenktag verbinde gemeinsame Errungenschaften von Amerikanern und Deutschen, stellte David Sirakov, Direktor der Atlantischen Akademie, in seiner Begrüßung fest. Er erinnerte an die Immigration tausender Deutscher und Menschen anderer Nationen in den vergangenen drei Jahrhunderten. Ohne diese Einwanderer sei die amerikanische Geschichte undenkbar. Gefeiert werde auch die engste denkbare Verbindung zwischen Nationen überhaupt mit ihren gemeinsamen Werten Freiheit der Rede, Religion und Presse sowie Gleichheit von Menschen und Chancen. Keine andere Region und kein anderes Bundesland verkörpere die 300-jährige Verbindung zwischen Deutschen und Amerikanern deutlicher als Kaiserslautern und Rheinland Pfalz, so Sirakov. Mit mehr als 60.000 Amerikanern sei dies der transatlantischste Staat in Deutschland. Mehr als eine Million Amerikaner hätten in den vergangenen vier Jahrzehnten in der Kaiserslautern Community gedient, hunderttausende Amerikaner seien im Landstuhl Hospital geboren worden. Die deutsch-amerikanische Verbindung sei wichtig, aber nicht selbstverständlich, betonte Sirakov. Sie aufrecht zu erhalten, bedürfe ständiger Anstrengung. Die Feier des Deutsch-Amerikanischen Tags mache dies bewusst. Brigadegeneral Mark R. August, Kommandeur des 86. Lufttransportgeschwaders, erinnerte an den Marshall-Plan und die Luftbrücke samt „Rosinenbomber“, die nach dem Zweiten Weltkrieg mitgeholfen hätten, ein Land und eine Stadt am Leben zu erhalten. Die heutige Partnerschaft mit der deutschen Feuerwehr, Ärzten, der Polizei und Kommunen sei einzigartig, ebenso die Zusammenarbeit mit Schulen. 50.000 Amerikaner dankten für diese Freundschaft, versicherte der General. Für den Deutsch-Amerikanischen und Internationalen Frauenclub ehrte dessen internationale Präsidentin Brigitte Bénézet mit Sissi Kösling und Elke Sittel zwei Frauen, die sich als „Botschafterinnen der transatlantischen Beziehungen“ tagtäglich mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen auseinandersetzten. Beide hätten sich privat und vor allem beruflich der deutsch-amerikanischen Freundschaft verschrieben, schilderte die Präsidentin. Am Deutsch-Amerikanischen Tag wolle der DAIFC dieses Engagement ebenso ehren wie die Tatsache, dass das Deutsch-Amerikanische Bürgerbüro inzwischen seit 15 Jahren besteht. Elke Sittel ist dort seit der Eröffnung 2003 beschäftigt, Sissi Kösling seit 2011.

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