Kaiserslautern 26 erste Preise für Teilnehmer aus der Stadt

Am Freitag und Samstag fand in Kaiserslautern der 52. Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ statt. Da die Ausschreibung in einem festen Turnus wechselt, waren in der Solowertung die Blasinstrumente an der Reihe, gefolgt von Zupfinstrumenten und der Wertung für Bass (Pop), Musical sowie Orgel und besondere Instrumente. Die Ensemblewertung wendete sich an Pianisten in der Kategorie Klavier vierhändig, Duo mit Klavier und Streichinstrument sowie mit Singstimme und Schlagzeug-Ensembles.
Wie wieder eindrucksvoll zu erleben war, motiviert dieser Jugendmusikwettbewerb Nachwuchsmusiker zu zielgerichteten Leistungen, die sie einer Jury und kleinen Öffentlichkeit vorstellen. Die Ausschreibungsbroschüre des Deutschen Musikrates stellt vor allem den Gedanken der kulturellen Begegnung heraus. Keine Auslese oder primäre Sichtung von Hochbegabten, was im Vergleich zu den Anfangsjahren eine Akzentverschiebung bedeutet. Der Deutsche Musikrat, die Landesmusikräte und die öffentlichen Musikschulen sichern neben anderen Pädagogen und Musikern die organisatorische Durchführung. Bund, Länder und Gemeinden sowie die Sparkassen-Gruppe und auch Mäzene sorgen für die Finanzierung. In jedem Jahr gliedert sich der Wettbewerb in drei Leistungsebenen: Aus rund 140 Regionalwettbewerben gehen die Preisträger hervor, die zum Landeswettbewerb nach Mainz geschickt werden. Die Sektion Westpfalz brachte für die Stadt Kaiserslautern 26 erste Preise, davon qualifizierten sich zehn Preisträger für Mainz. Ebenso neun zweite und 13 dritte Preise gab’s. Insgesamt waren es 48 Preisträger. Letztlich nahmen nicht alle angemeldeten Kandidaten aus den beteiligten Städten und Landkreisen teil. Für den Landkreis Kaiserslautern wurden 17 erste Preise ermittelt, davon dürfen acht Preisträger zum Landeswettbewerb. Schließlich 17 zweite und neun dritte Preise. Insgesamt 43 Preisträger. Der Landkreis Kusel gratuliert sieben ersten Preisträgern, davon werden vier weitergeleitet; gefolgt von fünf zweiten und drei dritten Preisen. Im Donnersbergkreis freuen sich von acht ersten Preisträgern sechs über eine Entsendung in die Landeshauptstadt. Sieben zweite und sechs dritte komplettieren das Ergebnis mit 21 Preisen. Die Südwestpfalz war mit sechs ersten (ohne Weiterleitung nach Mainz) und sieben zweiten Preisen (13 Preise) repräsentiert und die Stadt Pirmasens stellt zwei erste (ohne Weiterleitung) und zwei zweite Preise bei ihren vier Preisträgern. Drei erste Plätze – alle mit einer Qualifikation verbunden – gehen an Zweibrücken, bei einem weiteren zweiten Preis. Aus den Übersichtslisten des Regionalausschusses geht hervor, dass fast alle Teilnehmer Preise erhalten haben. In den Fächern der Holzblasinstrumente wie Oboe (eine Anmeldung), Klarinette (zwei) und Saxophon sowie Fagott (jeweils drei) hat die Region trotz ihrer Tradition als klassisches Musikantenland im Vergleich zu vielen regionalen Musikvereinen noch einen Bedarf. Dagegen zeigen sich die eigentlichen Sorgenkinder im tiefen Blech leicht erholt: Insgesamt vier Hörner (Wald- und Tenor- oder Baritonhorn) sowie immerhin sechs Posaunen und eine Basstuba lassen hier hoffen. Die Zusammenzählung ergibt insgesamt 148 Preisträger und somit auch nahezu die Zahl der Mitwirkenden, die sich von den Anmeldungen (163 vom Regionalausschuss genannt) deutlich unterscheidet. Dass mit den höheren Altersgruppen (IV bis VI) die Zahl der Teilnehmer abnimmt, zeigt sich beim Landkreis Kaiserslautern deutlich: Von 43 Preisträgern stammen 32 aus den niedrigen Altersgruppen von I bis III, was allerdings dem bundesweiten Trend entspricht.