Kaiserslautern 200 Pfadfinder treffen sich im Zeltlager

Erzeugt Töne, wie auf einem Kamm geblasen: Die Wölflinge fertigen im Pfadfinder-Zeltlager eine Flöte aus Holunderholz, Mirliton
Erzeugt Töne, wie auf einem Kamm geblasen: Die Wölflinge fertigen im Pfadfinder-Zeltlager eine Flöte aus Holunderholz, Mirliton genannt.

Das Gartenschaugelände auf dem Kaiserberg wurde am vergangenen Wochenende zum großen Pfadfinder-Zeltlager umfunktioniert. Der Landesverband Rheinland-Pfalz/Saar vom Bund der Pfadfinder (BdP) veranstaltete mit 200 Teilnehmern das jährliche Landeswölflingslager für seine Mitglieder im Grundschulalter, in der Pfadfindersprache Wölflinge genannt.

Bereits am Freitag, pünktlich zum Ferienbeginn, waren die Gruppen aus allen Landesteilen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland angereist und hatten das Zeltdorf in Besitz genommen. „Wir machen das immer zum Sommerferienstart, weil es ein schöner Einstieg ist und die Kinder danach mit ihren Eltern entspannt und voller Vorfreude in Urlaub fahren können“, erklärte Roxanne Schäfer, Landesbeauftragte für die Wölflingsstufe, die zusammen mit Kollegin Victoria Ehl und Team für die Organisation des Treffens verantwortlich war. Recht munter und von den anfänglich kühlen Temperaturen überhaupt nicht beeindruckt, kamen die Kinder und Jugendlichen am Samstagmorgen zur ersten Morgenrunde. Es wurde gesungen und viel gelacht. Beide Leiterinnen übernahmen die Vorstellung der teilnehmenden Stämme, wie die Ortsgruppen genannt werden und übten schon mal Anfeuerungsrufe für das am Abend bevorstehende Fußball-WM-Spiel der deutschen Mannschaft ein. Eine Rundfunkübertragung war fest eingeplant. Bei den anschließend angebotenen Arbeitsgemeinschaften konnte der Nachwuchs sich im Mehl mahlen oder Brot backen ausprobieren oder eine Flöte aus Holunderholz anfertigen. Der Kaiserslauterer Stamm der Goten zeigte den angehenden Pfadfindern wie man ein Feuer entzündet und am Brennen hält. Getreu dem diesjährigen Lagermotto „Draußen warten Abenteuer“ folgte nachmittags die Naturstreife. An verschiedenen Stationen erfuhren die Wölflinge beispielsweise, was sich auf einem Quadratmeter Waldboden abspielt, essbare Pflanzen finden oder Wasser filtern. Als einen Höhepunkt ihrer Arbeit bezeichneten beide Landesbeauftragte das Kinderparlament. Jeder Stamm war mit zwei Wölflingen vertreten, die täglich um die Mittagszeit die Stimmung im Lager reflektierten, Verbesserungsvorschläge diskutierten und gemeinsame Maßnahmen beschlossen. Themen waren Ordnung und Sauberkeit auf dem Gelände, Programmgestaltung und Ruhezeiten. Besonderen Spaß machte den Wölflingen am Sonntag der Wolfslauf, ein Wettbewerb, bei dem die Gruppen gegeneinander antraten und verschiedene Aufgaben bewältigen mussten. Das Abschlussfest hielt dann auch kulinarisch mit den „offenen Töpfe“ einen Höhepunkt bereit. Ein in der Lagermitte aufgebautes Buffet ließ kaum Wünsche offen.

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