Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Überraschungen und ein Favoritensieg bei Stadtmeisterschaften

Der jüngere der Lang-Brüder kürt sich zum Stadtmeister. Im Finale gewinnt Henrik Lang (TC Rot-Weiß Kaiserslautern) gegen Lennart
Der jüngere der Lang-Brüder kürt sich zum Stadtmeister. Im Finale gewinnt Henrik Lang (TC Rot-Weiß Kaiserslautern) gegen Lennart Lang (TC Erlenbach).

Schon vor dem Endspiel der 7. Auflage der Tennis-Stadtmeisterschaften um den SWK-Cup war klar, dass der Titel in der Familie bleibt. Denn mit dem favorisierten 16-jährigen Henrik Lang (TC Rot-Weiß Kaiserslautern) und dem 18-jährigen Lennart Lang (TC Erlenbach) trafen im Finale zwei Brüder aufeinander.

Der jüngere Henrik, der in dieser Saison schon Verbandsliga-Luft schnuppern durfte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und siegte klar mit 6:0 und 6:1. Henrik Lang, mit Leistungsklasse 10.7, hatte das insgesamt druckvollere Spiel und machte auch weniger Fehler. Zudem hatte er auf fast jeden Schlag seines Bruders, der bei einer Leistungsklasse von 15.5 steht, die passende Antwort. Bei einer 6:0 und 5:0-Führung vergab der für Rot-Weiß Kaiserslautern spielende Erlenbacher bereits zwei Matchbälle. Der vierte Matchball saß dann.

„Heute habe ich gut gespielt. Gestern im Halbfinale kamen meine Schläge nicht so, da habe ich viel mehr leichte Fehler gemacht. Es war heute eben entspannter, weil ich wusste dass der Turniersieg in der Familie bleibt“, sagte Henrik Lang nach seinem Turniersieg. Sein Bruder Lennart, dessen Schlagtechnik ein wenig an den früheren amerikanischen Weltklassespieler Jim Courier erinnerte, haderte nach dem Finale etwas mit seiner Leistung. „Meine Rückhand war heute einfach zu schwach. Wenn ich auf Winner gehen wollte, habe ich zu viele Fehler gemacht“, sagte der 18-Jährige, der für den TC Erlenbach in der A-Klasse das Racket schwingt.

Marburger benötigt Aufholjagd

Ausrichter des 7. SWK-Cups war der TC Caesarpark Kaiserslautern, der damit sein 50-jähriges Bestehen nachfeierte. Der Verein hatte bereits vor zwei Jahren Geburtstag, eine Feier fiel damals aufgrund der Pandemie aus.

Spannender als das Endspiel in der Herrenkonkurrenz verlief das Finale bei den Damen zwischen Louisa Marburger (Park TC Siegelbach) und Ilona Ryl (TC Landstuhl). Im ersten Satz gab es ein wahres Breakfestival. Beide Spielerinnen leisteten sich relativ viele Fehler. Ilona Ryl konnte mit ihrer starken Vorhand einige direkte Punkte verbuchen. Dies gab auch im Tie-Break am Ende den Ausschlag, den die für den TC Landstuhl aufschlagende 26-Jährige nach einem 1:4-Rückstand noch mit 7:6 gewinnen konnte. „Ich habe im ersten Satz insgesamt und dann nach der Führung im Tie-Break besonders zu ängstlich gespielt“, sagte die für den SV Fischbach auch im Badminton in der zweiten Liga aktive Louisa Marburger nach dem engen Match.

Der zweite Satz lief dann besser für Marburger. Sie leistete sich weniger Fehler und ihrer Gegnerin Ilona Ryl gelangen mit der Vorhand fast keine direkten Punkte mehr. Marburger gewann den zweiten Satz mit 6:1, sodass der Match-Tie-Break entscheiden musste. In diesem behielt die 20-Jährige dann mit 10:6 die Oberhand. Unglücklich dass ihrer Gegnerin gleich beim ersten Matchball ein Doppelfehler unterlief.

Nach 16 Jahren Tennispause Stadtmeister

„Ich habe im zweiten Satz mutiger gespielt, habe an mich geglaubt und meine Gegnerin hat auch mehr Fehler gemacht“ gab Marburger nach dem Sieg zu Protokoll. Tennis stehe bei ihr aber erst an zweiter Stelle, primär jage sie doch dem Feder- und nicht dem Tennisball nach. Im Finale der Herren 30 setzte sich Daniel Schmitt (TC Mühlwoog Otterberg) mit 6:2 und 6:2 gegen Philipp Müller vom veranstaltenden TC Caesarpark Kaiserslautern durch. „Ich habe 16 Jahre kein Tennis gespielt und jetzt erst wieder angefangen, fast nur Bälle geschlagen. Mir fehlt eigentlich noch jegliche Spielpraxis“, erzählte Schmitt. Auch deswegen war der klare Erfolg des 36-jährigen Schmitt umso bemerkenswerter.

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