Kaiserslautern Übernehmen Sponsoren die Sanierung des Siegelbacher Dorfplatzes?
Die „Sischelbacher Kerb“ ist das Hochfest des Jahres im nordwestlich von Kaiserslautern gelegenen Stadtteil: Dafür sorgen eine engagierte Straußjugend, nicht minder engagierte Vereine und an vorderster Front der 1995 gegründete „Verein zur Förderung von Kerwe, Kultur und Jugend in Siegelbach“ (KKJ). Doch die Kerwe, die immer am dritten Wochenende im September gefeiert wird, fällt nicht selten ins Wasser – sagen die SPD-Ortsbeiratsmitglieder Anita Anspach-Olfers und Robert Gorris.
Jetzt, ein paar Tage vor der Kerwe, liegt der Dorfplatz schön da: sattes Grün, frisch gemäht, und ein fester Boden. Doch der Schein trüge, sagt die SPD-Stadträtin: „Wenn es jetzt regnet, saugt sich das Granulat im Boden voll und man versinkt hier auf der Fläche.“ Zwar sei in der Vergangenheit, gerade vor der Kerwe, die Fläche immer mal wieder provisorisch aufgefüllt worden, entweder von einer lokalen Baufirma oder der Stadtbildpflege. „Aber das ist ja nichts Dauerhaftes“, sagt Anspach-Olfers. Die viel genutzte Fläche müsse endlich gepflastert werden, damit die Siegelbacher ohne nasse Füße und matschige Schuhe Feste feiern könnten.
Gorris: „Der zentrale Platz könnte noch viel besser genutzt werden. Wir können uns hier, wenn die Entwässerungssituation geklärt ist, einen Wochenmarkt vorstellen und regelmäßige Flohmärkte.“ Den Bürgern, sagen die beiden Ortsbeiratsmitglieder, sei jedenfalls nicht mehr zu erklären, wieso sich seit 2014 nichts grundlegend ändert. Damals sei das Thema nach einer im Matsch versunkenen Kerwe erstmals im Ortsbeirat angesprochen worden.
Sponsoren könnten bald einspringen
„Man hat uns im Ortsbeirat sogar schon Pflastersteinvarianten vorgestellt“, erinnert sich Gorris zurück. Allein: Getan hat sich nichts. Im Gegenteil: „In den vergangenen Jahren war die Sanierung des Dorfplatzes zumindest im Haushaltsentwurf aufgeführt“, erzählt Anspach-Olfers, „in diesem Jahr ist er nicht drauf.“ Zur Erklärung: In der Vergangenheit gehörte die Erneuerung des Platzes immer zu den Posten im Haushalt, die bei den Beratungen herausgestrichen wurden. Anspach-Olfers: „Ich habe meine Fraktion dringend gebeten, in den laufenden Haushaltsberatungen den Platz doch noch reinzunehmen.“
Dem Wunsch ihrer Parteigenossen aus Siegelbach kam die SPD-Fraktion bei den Haushaltsberatungen im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag nach. Das erhoffte Geld für die Umsetzung der Planung konnte mit Blick auf den dringenden Haushaltsausgleich zwar nicht eingestellt werden. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) schlug allerdings einen Kompromiss vor, dem der Ausschuss folgte. Baudezernent Manuel Steinbrenner soll gemeinsam mit Gerhard Prottung, dem Leiter des Grünflächenreferates, prüfen, ob es eine kostengünstige Lösung gibt für eine gute Begehbarkeit zu sorgen. Gleichzeitig soll die Finanzierung der Neugestaltung des Platzes für Private geöffnet werden, schlug Kimmel vor. Finden sich Sponsoren, könnte es vorangehen.