Grünstadt Zur Sache: Was noch wichtig ist

Ein Wort der Erklärung voran: Unter der Überschrift Leader-Region werden bereits seit 1991 modellhaft und EU-weit innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Lokale Gruppen erarbeiten Konzepte, deren Ziel es ist, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen. In die Kategorie fällt auch das E-Mobilitätskonzept der Leader-Region Rhein-Haardt. In dieser Region waren zum 1. Januar 77 E-Fahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Anteil am Gesamt-Pkw-Bestand von 0,16 Prozent. Der bundesweite Schnitt liegt bei 0,21 Prozent. Das Dresdner Mobilitätswerk hat für alle 36 Orte der Region (siehe Hauptartikel) Prognosen für das Jahr 2030 erstellt. Beispielhaft hier Auszüge der Voraussage für Grünstadt, wo zum 1. Januar genau 8990 Pkw zugelassen waren, darunter 14 E-Mobile (0,2 Prozent). Deren Anzahl wird laut Studie bis 2030 auf 1406 (15,9 Prozent) wachsen. Dadurch sei mit täglich 635 Ladevorgängen zu rechnen, woraus sich ein zusätzlicher Strombedarf in Höhe von 3260 Megawattstunden pro Jahr ergebe. Aktuell gibt es in Grünstadt drei Ladeorte – Luitpoldplatz, Elektro-Krück (Ferdinand-Porsche-Straße 19) und BMW-Scheller (Industriestraße 9), – mit zusammen acht Normal- und vier Schnellladepunkten. Der Ausbau sollte an den am meisten frequentierten Standorten erfolgen: Bahnhof, Fachmarktzentren an der Kirchheimer Straße und Lidl in der Obersülzer Straße sowie Globus in der Daimlerstraße und Maxi-Autohof. Zur Ökobilanz heißt es in der Prognose, dass im Mittel 15,4 Prozent an Kohlendioxid und 15,1 Prozent an Stickoxid eingespart werden könnten. Im Leiningerland haben folgende Orte die größte Differenz zwischen Leuten, die in sie ein- und aus ihnen hinauspendeln: Grünstadt (+1410), Carlsberg (-1135), Hettenleidelheim (-646) und Obrigheim (-250).
