Grünstadt Zur Sache: Heißt die Lösung „Näpa“?

Aktuell gibt es 18 „Näpa“ in zwölf Praxen im Kreis Bad Dürkheim. Näpa steht für einen „Nichtärztlichen Praxisassistenten“. Er soll den Hausarzt bei der Betreuung von Patienten unterstützen, beispielsweise Hausbesuche und Besuche in Alten- und Pflegeheimen mit Blutentnahmen und Verbandswechseln übernehmen. Voraussetzung dafür ist eine Praxis mit mindestens 860 Fällen je Hausarzt und Quartal oder mindestens 160 Fälle von über 75-Jährigen. Seit 1. Januar 2015 ist das laut Kassenärztlicher Vereinigung bundesweit möglich. Hausärzte, die einen nichtärztlichen Praxisassistenten beschäftigen, erhalten eine Förderung von bis zu 1320 Euro im Quartal. Außerdem werden die Mitarbeiterhausbesuche vergütet. Die Ärzte benötigen für die Abrechnung eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die Praxisassistenten eine Zusatzausbildung. Weitere Maßnahmen, die die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz betreibt, um jüngere Ärzte in ländliche Regionen zu lotsen, ist eine Niederlassungsberatung, eine Sondierung des Anzeigenmarktes für Immobilien, eine Versorgungsforschung und eine Beratung betriebswirtschaftlicher Natur. Zur Flexibilisierung der ärztlichen Tätigkeit wurde die Residenzpflicht des Arztes aufgehoben, die Möglichkeit einer überörtlichen Zusammenarbeit eingeräumt und die Gelegenheit zur Teilzeittätigkeit geschaffen. Zur Entlastung des einzelnen Arztes sollten die Bereitschaftsdienstzentralen dienen. Parallel zu diesen Maßnahmen, die teilweise schon ergriffen wurden, zum Teil aber auch noch recht neu sind, findet eine Nachwuchsförderung für Allgemeinmediziner statt, die im Land Rheinland-Pfalz ein Fördervolumen von 5,25 Millionen Euro hat. (als)