Grünstadt Zur Sache: Angehörige wünschen sich mehr Hilfe

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Im Landkreis Bad Dürkheim gibt es insgesamt 16 Pflegeheime, davon zwei in Grünstadt und drei in der VG Leiningerland, teilt die Kreisverwaltung auf Nachfrage mit. Eine „solitäre Tagespflege“, das heißt, eine spezielle Gruppe mit einem eigenen Raum, bietet in der Stadt und im Leiningerland lediglich das Alten- und Pflegeheim „Haus am Leininger Unterhof“ in Grünstadt, wo 15 Plätze zur Verfügung stehen, informiert der Pflegestützpunkt in Grünstadt. In anderen Heimen bestehe zum Teil auch die Möglichkeit zur Tagspflege, aber dort würden die Gäste auf den Stationen mitbetreut. Im Landkreis gab es Ende 2017 insgesamt 4700 Pflegebedürftige, von denen 3706 älter als 70 Jahre waren, teilt das Statistische Landesamt auf Anfrage mit. Von den 4700 Pflegebedürftigen waren 1351 in vollstationärer Pflege, was einem Heimanteil von knapp 29 Prozent entspricht. Bundesweit liegt die Quote bei rund 25 Prozent. 704 Personen im Landkreis erhielten ambulante Pflegeleistungen, 2645 ausschließlich Pflegegeld. Die Ergebnisse der Pflegestatistik, die im zweijährigen Turnus erhoben wird, liegen lediglich auf Kreisebene vor, wird weiter mitgeteilt. Im Pflegereport der Barmer Krankenkasse von 2018 heißt es, dass viele der pflegenden Angehörigen, deren Anzahl bundesweit mit 2,5 Millionen angegeben wird, überfordert und gestresst sind und dadurch zum Teil selbst krank werden. Nur ein Drittel geht weiter zur Arbeit. In der Mehrzahl pflegen Frauen. Jeder Vierte habe aufgrund der Pflege seine Arbeit reduziert oder ganz aufgeben müssen. Nach der repräsentativen Studie stehen 7,4 Prozent der pflegenden Angehörigen kurz davor, die Pflege einzustellen. 6,6 Prozent wollen ihr Engagement nur mit mehr Hilfe fortsetzen.

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