Kommentar
Zu wenige Falschparker-Kontrollen: Eine Freude für Wildparker
Dass Menschen ihre Autos falsch abstellen, kommt überall vor – natürlich auch im Leiningerland. Für die Kontrollen ist das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde zuständig. Diese hat eingeräumt, dass der „Kontrolldruck“ nicht aufrechterhalten werden kann. Heißt: Es kann nicht überall so kontrolliert werden, wie es notwendig wäre. Das ist ein Problem. Denn wenn Kontrollen ausbleiben, stellen sich Menschen leichtfertig an falsche Stellen. Was einmal funktioniert hat, kann auch wieder funktionieren – so der Gedanke. Im Falle von Rettungseinsätzen kann das aber gefährlich werden. Wenn dann die Straße blockiert ist, kann Hilfe für Betroffene zu spät kommen. Eigentlich bräuchte es also mehr Personal. Wer 21 Ortsgemeinden bedienen möchte, muss da nachbessern. Nur – woher kommt das Geld? In diesem Zusammenhang hat Kindenheims Ortschef Albrecht Wiegner (FWG) recht: Mehr Personal heißt mehr Kosten, heißt bei klammem Haushalt höhere VG-Umlage. Und das geht auch nicht, da die Gemeinden finanziell am Boden sind. Das ist die VG-Verwaltung allerdings auch. Wo Geld fehlt, kann es nicht ausgegeben werden. Was bleibt, ist der Sieg der Falschparker. Denn solange nicht ausreichend kontrolliert wird, sinkt die Hemmung, das eigene Auto korrekt abzustellen. Hoffentlich passiert bei Rettungseinsätzen nichts.
