Grünstadt „Wir sind jetzt eins!“

Feierten das Zusammenwachsen der beiden Grundschulorte Kirchheim und Kleinkarlbach: Die Klasse 2a sang beim Fusionsfest das Rap-
Feierten das Zusammenwachsen der beiden Grundschulorte Kirchheim und Kleinkarlbach: Die Klasse 2a sang beim Fusionsfest das Rap-Lied »Wir feiern heute eine Fest«.

Zu Beginn des aktuellen Schuljahres sind die Grundschule An der Pforte in Kirchheim und die Grundschule Burgenländchen in Kleinkarlbach zusammengelegt worden. An beiden Standorten werden aktuell 153 Schüler von 13 Lehrerinnen unterrichtet. Mit einem großen Fusionsfest in der Turnhalle Kleinkarlbach ist am Freitagabend die Zusammenführung gefeiert worden.

Für die Vereinigung der ehemals eigenständigen Grundschulen waren die sinkenden Schülerzahlen an der Grundschule Kleinkarlbach sowie die andererseits steigenden Schülerzahlen an der Grundschule Kirchheim verantwortlich. Sandra Hanauer, Rektorin in Kirchheim, hat nun die Leitung der Grundschule Kirchheim-Kleinkarlbach übernommen. „Da immer weniger Kinder in Kleinkarlbach angemeldet wurden, war der Standort gefährdet. Im Gegensatz dazu mussten wir in Kirchheim sogar einen Container als Unterrichtssaal aufstellen und einen Materialraum umfunktionieren, da die vier Klassenräume nicht ausreichten und die Anmeldungen immer weiter anstiegen“, erklärte Hanauer. Von nun an besuchen alle Schüler aus den Dörfern Bissersheim, Kirchheim, Kleinkarlbach, Battenberg und Neuleiningen beide Standorte. „Künftig werden die ersten und zweiten Klassen am Standort in Kirchheim unterrichtet, die dritten und vierten Klassenstufen werden am Standort Kleinkarlbach untergebracht“, so Hanauer. Aktuell gibt es zehn Klassen, sechs davon in Kirchheim, vier im rund zwei Kilometer entfernten Nachbarort Kleinkarlbach. Aus Platzgründen müsse der Container in Kirchheim aber noch für mindestens zwei Jahre stehen bleiben, sagte die Rektorin, die sich mit dem Ablauf der Fusionierung zufrieden zeigte. Schüler, Eltern und Lehrkräfte habe das vor große Herausforderungen gestellt, Sorgen und Nöte hätten besprochen werden müssen. Aber es sei nun gelungen, eine Einheit zu sein. Bereits im Schuljahr 2016/2017 habe man sich auf die Fusion vorbereitet und gesehen, dass es gut funktioniere, erläuterte die Schulleiterin. Die 13 Lehrerinnen müssen nun zwischen beiden Standorten pendeln. Die unterschiedlichen Zeiten der Unterrichtsblöcke an den beiden Schulen wurden vereinheitlicht. Für alle Kinder der Grundschule Kirchheim-Kleinkarlbach beginnt der Unterricht jetzt um 8 Uhr. Mit Beginn des neuen Schuljahres 2017/2018 ist zudem eine neue Buslinie geschaffen worden, um den Transport der Schüler zu gewährleisten. „Abgesehen von der längeren Baustelle zwischen den beiden Orten funktioniert die Busverbindung gut“, erklärte die Schulleiterin. Am Konzept der Betreuenden Grundschulen bis 16 Uhr inklusive der warmen Mittagsmahlzeiten habe sich nichts geändert. Ebenfalls habe es keinen personellen Abbau gegeben. Das Verwaltungsbüro hat seinen Sitz in Kirchheim. „Es gibt natürlich aber auch in Kleinkarlbach Ansprechpersonen“, betonte die Rektorin. Sie selbst werde die an beiden Standorten sein. Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten können künftig bis zu 190 Schüler unterrichtet werden. Beim Fusionsfest, an dem die Bürgermeister der Ortsgemeinden des Einzugsgebietes der Grundschule sowie der Verbandsbürgermeister Reinhold Niederhöfer (SPD), teilnahmen, präsentierten alle zehn Klassen schöne Beiträge. Die Kinder führten kleine Sketche und Gedichte vor, sangen Lieder und hatten Tänze vorbereitet. Die Klasse 2c lud die rund 400 Zuschauer bei einem Quiz zu den Fusionsdörfern zum Miträtseln ein. Zu guter Letzt versammelten sich alle Schüler und Lehrer bei gedimmtem Licht auf der Bühne, hielten Leuchtstäbe und Fähnchen in die Höhe und sangen zu der Melodie „We are the world“ eine eigene Textversion mit dem Refrain „Wir sind jetzt eins“.

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