Grünstadt Wiedersehen mit alten Bekannten

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GRÜNSTADT. Heute Abend, 19.30 Uhr, empfängt der VfR Grünstadt im Rudolf-Harbig-Stadion zum fünften Spieltag der Fußball-Landesliga Ost den SV Südwest Ludwigshafen.

Es waren immer prickelnde Begegnungen, wenn beide Teams – und das war nur in der Eliteliga des Südwestdeutschen Fußballverbandes der Fall, der Verbandsliga Südwest – aufeinandertrafen. Die letzte Partie endete für die Rasenspieler am 14. April 2007 mit einer Heimschlappe: 3:0 gewann Südwest, rettete sich damals selbst vor dem Abstieg in die Landesliga, was Grünstadt dagegen nicht schaffte. Es wurde noch schlimmer: Ein Jahr später rutschte die Mannschaft von der Landesliga sogar in die Bezirksliga Vorderpfalz ab. Doch das ist „Schnee von gestern“ – derzeit sieht es wieder anders aus. Nach vier Spieltagen liegt Grünstadt punktgleich mit RWO Alzey (zehn Punkte, 10:1 Tore) ganz oben in der Tabelle, nur wegen des schlechteren Torverhältnisses (8:5) auf Platz zwei – und das als Neuling. Südwest Ludwigshafen weist nach vier Spielen sechs Punkte auf, hat zuletzt bei der TSG Hechtsheim eine 2:5-Schlappe erlitten. Interessant: Drei ehemalige VfR-Akteure spielen beim Gegner. Spielertrainer ist Jörg Grubert, der 2002 von Eintracht Bad Kreuznach zum VfR Grünstadt kam und bis 2006 in der Verbandsliga Südwest für den Traditionsclub kickte. Anschließend wechselte der defensive Mittelfeldakteur zum Oberligisten VfR Mannheim. Stürmer Henrik Weisenborn wurde in der VfR-Jugend groß, stieß 2009 zum Kader des Bezirksligisten und avancierte zum torhungrigen Stürmer. Allerdings: Sein letztes Spiel für Grünstadt bestritt der heute 24-jährige, als er beim 2:1-Sieg seiner Mannen bei der FG Mutterstadt am 19. August 2012 verärgert das Feld verließ und seitdem nicht mehr für die Grün-Weißen spielte. Nach einem einjährigen Gastspiel bei SV Wormatia Worms II wechselte er zu Beginn dieser Saison zu Südwest. Dorthin ging auch Julian Schultz, der als Defensivakteur in der vergangenen Saison die Meisterschaft mit Grünstadt errang. Gegen Ludwigshafen fehlen Mannschaftskapitän Jochen Gillmann (Urlaub) und Dennis Lang, der noch einige Wochen an seiner schweren Schulterverletzung laborieren wird. Ansonsten kann Schellenschläger aus dem Vollen schöpfen. Nach ihren Sperren seien Michael Feuerbach und Marcel Czekalla wieder dabei. „Natürlich spielen wir auf Sieg, müssen aber auch eventuell mit einem Punkt zufrieden sein“, lässt der Coach deutlich erkennen. Sein Team habe sich bis jetzt als Aufsteiger hervorragend geschlagen und gegen Südwest soll die Erfolgsserie keineswegs abbrechen. „Aber das wird kein leichtes Unterfangen.“ Ob Feuerbach oder Luca Pompeo auf der rechten Seite auflaufe, stünde, so Schellenschläger, derzeit noch nicht fest. Da hat er die Qual der Wahl, zumal Pompeo sich in bester Verfassung befindet, was dessen Treffer beim 4:3-Auswärtserfolg gegen Mainz-Finthen am letzten Wochenende deutlich bewiesen. Das Spiel der Traditionsclubs wird Schiedsrichter Markus Dunsbach (Kindsbach) leiten. Wie Erster Vorsitzender Karlheinz Schneider informierte, spielt der VfR in Trauerflor zum Gedenken an sein verstorbenes und langjähriges Ehrenmitglied Gernot Maus.

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