Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Wie soll der Lärmschutz an der Hopp-Anlage aussehen?

Vorschlag der Verwaltung für Lärmschutz an der Alla-Hopp-Anlage: Im Norden und Nordosten soll eine 48 Meter lange Wand (rot) auf
Vorschlag der Verwaltung für Lärmschutz an der Alla-Hopp-Anlage: Im Norden und Nordosten soll eine 48 Meter lange Wand (rot) aufgestellt werden. Im Osten soll ein Riegelbau (graues Gebäude oben) vor Lärm schützen.

Die großen Spielgeräte auf der Alla-Hopp-Anlage sind seit mehr als einem Jahr mit einem Zaun abgesperrt. Im Sommer 2020 hatte das Verwaltungsgericht Neustadt die Baugenehmigung für die Anlage kassiert – und Stadt- und Kreisverwaltung damit beauftragt, dafür zu sorgen, dass es für die Nachbarn nicht zu laut wird. Das soll nun geschehen: Den städtischen Gremien liegen verschiedene Alternativen für einen Lärmschutz vor.

Egal wie man es dreht und wendet – schön ist es sicherlich nicht, wenn Kinder vor einer hohen Wand spielen müssen. Für die Anwohner ist es allerdings auch nicht schön, täglich mit dem Lärm der Alla-Hopp-Anlage konfrontiert zu sein. Das Verwaltungsgericht betrachtet die Anlage nicht als Spielplatz. Die Richter argumentieren, dass sie zum einen nicht nur von Kindern unter 14 Jahren genutzt wird und zum anderen zu groß ist, als dass es sich um eine jener Einrichtungen handelt, die vom Bundesimmissionsschutzgesetz besonders privilegiert werden. Es muss also Abhilfe geschaffen werden. Laut Lärmgutachten ist es an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr zu laut.

Im diesjährigen Haushalt der Stadt ist eine halbe Million Euro für den Lärmschutz an der Alla-Hopp-Anlage vorgesehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für einen Schutzwall: Eine Option ist, das Gelände einzuzäunen. Dafür käme eine zwei Meter hohe Einfriedung mit zeitgesteuertem Drehkreuz in Frage. Ein Wachdienst müsste die Gäste sonn- und feiertags nachmittags zum Verlassen der Anlage auffordern.

Lärmschutzwand im Norden und Nordosten

Die Alternative dazu ist der Bau einer Lärmschutzwand. Bürgermeister Klaus Wagner (CDU) erklärte zu Jahresbeginn im RHEINPFALZ-Gespräch: „Wir müssen die Anlage nach zwei Seiten hin abschotten: nach Norden und nach Osten. Klar erscheint, dass nach Norden und Nordosten zu den bestehenden Reihenhäusern hin eine solche Wand gebaut werden muss, die Anwohner müssen geschützt werden.“ Diese Wand soll 4,50 Meter hoch und 48 Meter lang sein und ums Eck gehen. Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, soll eine Stahlgitterwand aufgestellt werden, die begrünt werden soll. Eine Lärmschutzwand aus Holz sei erstens nicht so lange haltbar (25 statt 60 Jahre) und zweitens fürchte man Vandalismusschäden, heißt es in den Unterlagen für die Gremien, die über diese – und alle anderen Fragen zur Lärmschutz-Anlage – befinden müssen.

Was passiert mit der Fläche im Osten der Anlage?

Zu klären ist nämlich auch noch, was mit dem unbebauten Gelände im Osten passieren soll: Der an die Alla-Hopp-Anlage angrenzende Streifen im Neubaugebiet „In der Bitz“ gehört der Stadt. Wagner erklärte im RHEINPFALZ-Interview zu Jahresbeginn: „Die Frage ist: Was machen wir im oberen Teil des unbebauten Geländes? Ziehen wir auch hier eine Lärmschutzwand hoch? Oder sagen wir: Wenn hier gebaut wird, muss es eine lärmgeschützte Bebauung sein, die unter anderen durch besondere Wände und Fenster den Lärm der Alla-Hopp-Anlage abhält.“ Eben dies – also ein Gebäude, das den Lärm abhält, statt einer Mauer längs des Neubaugebiets – schlägt die Verwaltung nun vor: „Der 43 Meter lange und vier Meter hohe Teil der Lärmschutzwand könnte entfallen, wenn eine Riegelbebauung als Schallschutz östlich der Alla-Hopp-Anlage entsteht“, heißt es in den Sitzungsunterlagen. Die Häuser würden entweder zur Hopp-Anlage hin keine zu öffnenden Fenster haben oder die „schutzbedürftigen Räume“ müssten mit vorgelagerten Bauteilen – wie Wintergärten – vor Lärm geschützt werden, wie es weiter heißt. Im unteren südlichen Teil – Richtung Von-Skell-Platz – soll die neue Kindertagesstätte gebaut werden, hier ist keine zusätzliche Lärmschutzwand notwendig.

Termin

Sitzung des Stadtplanungsausschusses am Dienstag, 8. März, 19.30 Uhr, als Videokonferenz. Wer zuhören will, muss sich bei der Verwaltung (stadt@gruenstadt.de) melden, um einen Teilnahme-Link zugeschickt zu bekommen.

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