Bockenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wegen Corona: Gemeinde nimmt weniger ein

Die Steuereinnahmen in Bockenheim sind gesunken.
Die Steuereinnahmen in Bockenheim sind gesunken.

Im Corona-Jahr sind auch in der Ortsgemeinde Bockenheim etliche Zigtausend Euro an Einnahmen weggebrochen. Das ist im Nachtragshaushalt dargestellt, der vom Dorfparlament einstimmig verabschiedet wurde. Gespart wurde auch einiges.

Das ausgefallene Winzerfest schlägt mit entgangenen Erträgen von 81.250 Euro zu Buche. 17.900 Euro fehlen an Zuflüssen aus der 1250-Jahr-Feier, die ebenfalls aufgrund der Pandemie nicht stattfand, wie Stefanie Becker aus der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Leiningerland am Mittwoch erläuterte. Da die Emichsburg nicht vermietet werden konnte, sind keine Benutzungsgebühren in die Gemeindekasse geflossen. Gerechnet worden war hier mit 6000 Euro.

Die Steuereinnahmen sinken

Auch die Steuereinnahmen haben sich gegenüber dem ursprünglichen Plan stark verändert. So ist der Einkommensteueranteil um 139.000 Euro auf jetzt 1,152 Millionen Euro geschrumpft. Die Gewerbesteuer aus dem laufenden Jahr fällt um 71.000 Euro niedriger aus als veranschlagt und steht nun mit 307.000 Euro im Nachtragshaushalt. Insgesamt hat die Gemeinde aber mehr von dieser Unternehmensertragssteuer eingenommen als kalkuliert, da aus den Vorjahren 390.000 Euro an Nachzahlungen überwiesen wurden, denen „nur“ 195.000 Euro an Rückzahlungen zu viel entrichteter Gewerbesteuer gegenüberstehen. Dadurch ergab sich eine um 11.000 Euro höhere Gewerbesteuerumlage. Sie beträgt jetzt 45.000 Euro.

Einige Arbeiten werden verschoben

Um 13.500 Euro teurer wurden die Bodenuntersuchungen „Auf dem Heyer“, einschließlich der Reparatur von Spielgeräten (zusammen 21.000 Euro). Verschoben wurden unter anderem die Instandsetzung des nördlichen Stücks der Gartenstraße für 30.000 Euro, die Erstellung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Offsteiner Weg“ (20.000 Euro) und Sanierungsarbeiten auf dem Bauhof (15.000 Euro). Gestrichen wurde der Planungsansatz für das Hochwasserschutzkonzept (20.000 Euro) und die Machbarkeitsstudie B 271 für 10.000 Euro. An Aufwendungen weggefallen sind das Gros der Kosten für das Winzerfest: 71.100 von 77.900 Euro. Für die Öffentlichkeitsarbeit zum Dorfjubiläum wurden 11.000 der eingeplanten 20.000 Euro gespart.

Die zwei wesentlichsten Änderungen bei den Investitionen belaufen sich in der Summe auf mehr als eine halbe Million Euro: der noch nicht eingegangene Verkaufserlös für die Grundstücke „Auf dem Heyer“ und die noch nicht erfolgte weitere Umgestaltung des Mehrgenerationenplatzes. Laut Becker ist Bockenheim zum Jahresende mit etwas mehr als 811.000 Euro langfristig verschuldet. Zum 1. Januar 2020 beliefen sich die Investitionskredite noch auf 762.675 Euro. Verringert hat sich das Liquiditätsguthaben der Gemeinde – von 331.000 Euro zu Jahresbeginn auf jetzt 176.799 Euro.

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