Carlsberg RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserwerk: Ohne Ausschreibung noch mehr erneuern

Blick in ein Wasserwerk.
Blick in ein Wasserwerk.

Die Arbeiten am Wasserwerk in Carlsberg fallen umfangreicher aus als zunächst gedacht. Die Verbandsgemeinde-Verwaltung hat nun erläutert, warum das so ist – und wieso sie bei der Vergabe der zusätzlichen Leistungen auf eine Ausschreibung verzichten will.

Die Sanierung und Erweiterung der Rohwasserkammer des Carlsberger Wasserwerks wird umfangreicher und damit auch teurer als zunächst gedacht. Das teilte die Verwaltung dem Werkausschuss der Verbandsgemeinde Leiningerland in seiner jüngsten Sitzung mit.

Das Ingenieurbüro IPR aus Neustadt sollte ursprünglich für die Planung des Neubaus knapp 107.000 Euro und der Sanierung rund 30.000 Euro erhalten. Die Kosten für die technische Ausrüstung wurden dabei als Bestandteil der Planungsleistung definiert, weil sie einen geringen Umfang hatten. Laut Verwaltung hat IPR bei der Grundlagenermittlung aber einen Bedarf zur Auftragserweiterung festgestellt: Das Büro empfiehlt nun eine komplette Erneuerung der Schaltanlage samt der Frequenzregelung und des Steuerschranks zur Filteranlage sowie zudem die Integration einer mobilen Netzersatzanlage in die Schaltanlage.

Diese Maßnahmen veranschlagt es mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 34.500 Euro. Da es sich um erforderliche Leistungen handelt, die eng mit den restlichen Planungen verzahnt sind und daher nicht problemlos an einen anderen Auftragnehmer vergeben werden können, muss dafür nach Angaben der Verwaltung kein eigenes Vergabeverfahren eingeleitet werden. Vielmehr könne der Auftrag ohne zusätzliche Ausschreibung an das bereits tätige Fachbüro vergeben werden. Das hat der Ausschuss dann auch getan, und zwar einstimmig.

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