Grünstadt Wandern an der frischen Luft und öfter einen Espresso

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Die dunkle Jahreszeit hat es in sich: Erst bringt die Zeitumstellung Ende Oktober den Biorhythmus vieler Menschen aus dem Takt, dann macht ihnen zusätzlich der Herbstblues zu schaffen. Wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, gehören bleierne Müdigkeit und Antriebslosigkeit oft zu den Symptomen. Wie es um den Gemütszustand der Menschen im Leiningerland steht und wie sie der Herbstmüdigkeit den Kampf ansagen, haben wir in einer Umfrage erfahren.

„Mich trifft die Herbstmüdigkeit jedes Jahr – sobald es morgens immer später hell und abends umso früher dunkel wird. Wenn ich nach der Arbeit abends nach Hause komme und gemütlich im Warmen sitze, werde ich ganz schnell müde und morgens komme ich nicht aus dem Bett“, erzählt Doris Herstein aus Trebur, die in der Gegend zu Besuch ist. Um der Müdigkeit tagsüber so gut es geht den Garaus zu machen, setzt sie auf verschiedene Wachmacher: „Zwischendurch immer mal ein Tässchen Espresso und abends noch eine halbe Stunde einen Spaziergang unternehmen. Das macht frisch und den Kopf frei.“ Auch ihre Nichte Kathrin Herstein aus Obersülzen leidet unter Dauermüdigkeit – mit der Jahreszeit habe die allerdings weniger zu tun: „Mit einem Baby, das nicht gut schläft und jetzt auch noch die ersten Zähne bekommt, ist Müdigkeit eher ein generelles Problem“, meint die junge Mutter lachend. Trotzdem könne sie sich gut vorstellen, dass die Jahreszeit bei vielen Menschen eine Rolle spiele: „Im Oktober ist es ja meist noch recht schön, alles wird bunt, wenn sich die Blätter färben und im Dezember steht Weihnachten vor der Tür. Aber der November so mittendrin ist schon ein trister Monat“, findet sie. Da helfe am besten, sich abzulenken und viele schöne Dinge zu machen. Und wenn alle Stricke reißen? „Ich versuche es mit Ohrakupressur, das soll gegen Müdigkeit helfen.“ Georg Fetzer aus Kirchheim sind chronische Müdigkeit und ein Herbsttief völlig fremd: „Mir geht es genauso in der dunklen Jahreszeit wie in der hellen. Ich hatte damit noch nie Probleme, ich bin von Beruf aus einfach munter.“ Obwohl er just an diesem Tag dann doch ein wenig müde sei: „Das ist aber auch kein Wunder, wir hatten gestern Hüttenfest und da ist es spät geworden.“ Auch Egon Bentz (Kirchheim), macht die dunkle Jahreszeit nichts aus: „Ich halte mich fit mit Wandern, da ist man an der frischen Luft in der Natur unterwegs. Außerdem gehe zweimal in der Woche ins Fitnessstudio. Und ansonsten schlafe ich morgens richtig aus – als Rentner kann ich mir das schließlich erlauben.“ Auch für die Geselligkeit nimmt er sich Zeit, etwa beim Singen im Chor. Hanna Jablan aus Battenberg gehört ebenfalls zu den Immunen, was die Herbstmüdigkeit betrifft: „Damit habe ich eher keine Probleme. Ich glaube, das liegt daran, dass ich mit Kindern arbeite und jeden Tag ihre Freude und Kreativität erlebe, das scheint einfach auf mich überzuspringen.“ Aber generell stehe sie der dunklen Jahreszeit auch positiv gegenüber: „Ich liebe den Herbst. Wenn es abends früh dunkel wird, kann man es sich schön gemütlich machen und Kerzen anzünden. Die Adventszeit ist eine sehr schöne Zeit und die Vorbereitungen und Vorfreude auf Weihnachten – das alles macht doch die dunkle Jahreszeit schön“. |kcs

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